9. Januar 2017

Wirtschaft: Der große Crash kommt 2019

Schon wieder mehr Firmen-Pleiten

Das wird dramatisch! 2016 war ein Krisenjahr! Das zeigen die Zahlen, die „Creditreform“ veröffentlicht hat. Die Wirtschafts-Auskunft hat Tacheles geredet. Und deutlich gesagt: Die Zahl der Pleiten in Luxemburg ist massiv gestiegen. Besonders betroffen: junge Unternehmen. Und gerade das muss der Politik die Sorgenfalten ins Gesicht treiben. Schon jetzt ist abzusehen: 2019 wird das Jahr der Jung-Unternehmer-Crashs!

Erst die Zahlen! 983 Firmenpleiten musste Luxemburgs Wirtschaft 2016 wegstecken! 12,6 Prozent mehr als 2015. Vor allem Dienstleister waren es, denen die Puste ausgegangen ist. 671 Konkursverfahren waren es, die in diesem Bereich zu verzeichnen waren.

Gleichzeitig sind die Zahlen der Händler-Pleiten und der Konkurse im Baugewerbe zurückgegangen.

Sorgen machen vor allem die jungen Unternehmen.

Creditreform packt aus: 39,24 Prozent der neugegründeten Firmen muss im dritten Jahr aufgeben!

Die Experten erklären auch, woran es liegt. Da werden das fehlende Eigenkapital und eine nicht vorhandene Liquiditätsplanung genannt!

Genau das ist der Punkt, an dem die Politik versagt hat! Denn das heißt: Die Beratung für Firmengründer ist nicht gut genug.

In Zukunft wird das Problem noch massiver auftreten! Denn Gambia hat die Mini- S.à.r.l. eingeführt. Im Gegensatz zur traditionellen S.à.r.l., bei der zur Gründung 12.500 Euro an Eigenkapital nachgewiesen werden müssen, reicht bei der neuen „S.à.r.l.-S“ der symbolische Euro.

Das heißt: Es strömen noch mehr Firmen auf den Markt, die zu wenig oder gar kein Kapital haben. Das führt schnell zur buchhalterischen Überschuldung.

Am Ende müssen andere dafür blechen: Diejenigen, die dem neuen Geschäftsmann Ware geliefert haben, ohne Vorkasse zu verlangen. Rast das neue Unternehmen in die Pleite, hat der Lieferant im schlimmsten Fall weder seine Ware noch das Geld dafür!

Mit der Mini- S.à.r.l. wird es mehr Firmengründungen geben. Aber es wird auch deutlich mehr Pleiten geben. Das wird 2019 wahrscheinlich schon deutlich zu spüren sein! Dann sind die ersten neuen „Ein-Euro-Unternehmer“ drei Jahre auf dem Markt. Und wenn es stimmt, dass das Eigenkapital das große Problem ist, trifft es bei der Gesellschaftsform noch viel mehr junge Firmen.

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    Nomi

    Di Een € Gesellschaften sinn eigentlech geduecht fir dass d'Firma'en d'Salarie'en als Selbstunternehmer kennen beschaeftegen.

    D'Firma brauch keng Sozialleeschtungen mei' ze bezuehlen well den Salarié daat als Independant elo 2 Mol bezillt !

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