13. April 2017

Von Gaunern abgezockt, von der Polizei im Stich gelassen

So mies werden Senioren im Regen stehengelassen

Das ist ein Hammer-Vorgang. Den muss eine 90-Jährige ausbaden. Obwohl es um einen bösartigen Betrug geht, kann sie nicht auf die Hilfe der Polizei bauen. Ganz im Gegenteil! Die Ordnungshüter haben der Dame knallhart gesagt: Selbst schuld!

Was ist passiert? Joséphine* ist Fake-Handwerkern auf den Leim gegangen. Bei ihr haben plötzlich drei Männer an der Haustür geklingelt. Ihre Nachricht hat der Dame Angst gemacht. „Sie haben einen Termiten-Befall im Dachstuhl“, haben die Männer erklärt – und sich gleich als Experten ausgegeben!

Sie haben angeboten, der Frau sofort zu helfen!

Die hat das Angebot dankbar angenommen und die Männer auf ihren Speicher gelassen.

Diese „Experten“ kamen später wieder zu Paulette, erklärten das „Problem“ für gelöst. Sie haben der 90-Jährigen allerdings eine saftige Rechnung präsentiert: 3.000 Euro, fällig sofort!

„Ich habe nicht so viel Geld zuhause“, hatte Paulette gesagt. Aber wieder haben sich die „Handwerker“ als „zuvorkommend“ erwiesen: Sie haben die rüstige Seniorin auf die Bank begleitet, wo sie die 3.000 Euro abgehoben und ausgezahlt hat.

Als der Dame aufgefallen war, dass sie eine große Dummheit begangen hat, hat sie die Polizei aufgesucht. Aber dort ist sie weder auf Mitleid noch auf Verständnis gestoßen. Im Gegenteil! „Sie haben mir gesagt, dass es mein Problem sei. Immerhin hätte ich die Leute ins Haus gelassen, und deswegen könnte mir die Polizei nicht helfen!“

Das ist kein Einzelfall!

Von einem anderen Fall weiß Christian* zu berichten. Sein Vater war ebenfalls Mitte 80 und schon ein bisschen verwirrt, als es bei ihm geklingelt hat! „An der Tür stand jemand, der sich als alter Arbeitskollege ausgegeben hat. Der hatte Lederjacken im Angebot“, schimpft sein Sohn. Es kam, wie es kommen musste: „Mein Vater hatte sich dazu verpflichtet gefühlt, für viel Geld billige Jacken zu kaufen.“

Auch da wollte die Polizei von nichts wissen. „Mir und meinem Vater haben die Beamten nur erklärt, dass  der Fall sie nicht interessiere!“

Da werden Senioren übers Ohr gehauen. Ihre Gutgläubigkeit wird schamlos ausgenutzt. Von bösartigen Gaunern. Dass aber die Polizei sich für solche Fälle nicht interessiert ist mega-gefährlich. Denn so kann den dreisten Abzockern nie das Handwerk gelegt werden!

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    Lerscho39

    ech hunn och keng 20 méi , verstinn awer net datt eeler Leit sech esou liicht bedréie loossen . Do stécht eng ausgeklügelt Taktik derhanner .Et gëtt der ëmmer déi iwwer Firmaën an Optreeg alles ausspionéiere kënnen .

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    jean-paul

    An Lerscho39 "ich stimme dem zu"

    was Sie schreiben. Eine Rat an die Geschädigten

    Sie können direkt bei der Staatsanwaltschaft oder einer Richterin innerhalb von zwei Wochen Beschwerde einlegen.

     

     

    Was die Hilfsbereitschaft der Polizei anbelangt, machen Sie eine Beschwerde bei der L'inspection générale de la police nationale,

     

    Tél.: ( 352) 26 48 53-1

    69, rue Verte

    L-2667 Luxembourg

     

     

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