18. März 2017

Tut endlich was für Pflegebedürftige!

Petition 781 ist von allen die bisher Wichtigste

Das scheint ein echter Volkssport geworden zu sein: Unter den Petitionen, die online an die Chamber gerichtet werden, ist jede Menge Unsinn. Wie die „Kirche vom fliegenden Spaghetti-Monster“, die als Religions-Gemeinschaft anerkannt werden wollte. Aber „Petition 781“ hat es in sich – und gehört zu den zehn besten Petitionen überhaupt. Das Thema ist mega-wichtig und geht alle an: Sie richtet sich gegen den Leistungsabbau in der Pflegeversicherung.

Was Viviane Salvestrin fordert, hat Hand und Fuß. Denn sie setzt sich für die ein, die sonst keine Stimme haben. Die Schwächsten der Gesellschaft, denen nur zu gerne ins Portemonnaie gegriffen wird: Pflegebedürftige!

Was Salvestrin fordert, hat es in sich! Sie will einen Beirat schaffen! Ein Patientenrat, der in Pflegeheimen, Pflegediensten und Co errichtet werden soll.

Damit endlich die zu Wort kommen können, um die es geht: die Betroffenen.

Bisher werden deren Rechte von niemandem überwacht. Niemand tritt für sie ein. Ihre Interessen? Interessieren anscheinend nicht…

Dabei sind es heute die Menschen, die in den Heimen leben, die in ihrer Jugend das Land aufgebaut und zu dem Reichtum geführt haben, von dem heute alle leben!

Aber die Leistungen für sie werden kontinuierlich runtergefahren. Die Petitionärin nennt selbst Beispiele: „2014 hat das Personal sich wöchentlich etwa 30 Stunden für die Bewohner von Pflegeheimen aufgebracht. 2016 waren es nur noch 28.“

Doch die Pflegebedürftigen haben auch Rechte – nach einem langen und aufopferungsvollen Leben steht ihnen die beste Pflege und die optimale Versorgung zu.

Weil auch im Herbst des Lebens die Menschenwürde zählt.

Das bedeutet: Es müssen immer ausreichend Mitarbeiter vor Ort sein. Und deren Qualifikation muss stimmen.

Deshalb fordert die rührige Frau: Ein eigener Pflege-Beirat muss her – ähnlich wie die „Patientenvertriedung“ für Kranke. In dem müssen Vertreter von Patienten und ihren Familien, Pflegeanbieter, Regierung und Mitarbeiter sein. Damit hat sie Recht.

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    Daniel Metzler

    Dem kann ich nur zustimmen und stehe auch voll und ganz dahinter.

    Ich selber, erst 31 Jahre alt, bin als Autist Pflegebedürftig. Ich möchte und kann mich mit den sogenannten "Trümmerfrauen" nicht auf eine Stufe stellen aber auch ich habe von der Pflegekasse Pflegegrad 1 bekommen wobei das lächerlich ist wenn man das Gutachten gegen die Realität abwägt.

    Bei sowas darf nicht gespart werden. Ethik und Moral müssen gerade in heutigen Zeiten hochgehalten werden um das nötige Kontergewicht zu all dem Üblen in der Welt zu halten. Weiter so! Meine Unterstützung habt Ihr!!!!

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    Karin Tebeck

    Hallo zusammen

    Wir sind aus familiär gründen von der Lüneburger Heide nach Duisburg gezogen um uns um die Eltern beide 87 Jahre aber noch sehr Fit und die Tante 91 Jahre die leider im Altenheim abgeschoben wurde. Das ist der Albtraum,es geht um die Patientenverfügung die von der Nichte und Neffe unterschrieben wurden. Keiner der Parteien hat über den Tellerrand geguckt,egal unterschrieb fertig und abschieben.

    So verachten wieder hier mit den Alten in der Familie umgegangen wird macht krank . Wenn es innerhalb der Familie nicht funktioniert würde ich mir wünschen das es so besser klappt.

    Lieber tot sein als im Altenheim wo soviel Geld immer noch nicht reicht für vernünftige , menschliche pflege.

    Wünsche euch von ganzen Herzen viel Erfolg 

    Karin Tebeck 

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    Carola

    Ich habe selbst einen Angehörigen mit Pflegegrad 4 die ich Zuhause Pflege und betreuen ohne PflegeDienst. Meine Zustimmung habt Ihr viel Glück.

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    Hannelore Hoeller

    Ich muss leider der Sachlage voll und ganz zustimmen

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    Simone Beck

    Da kann ich auch nur zustimmen.

    Thema Treppenlift .

    1.Für 4000 €

    bekommt man keinen Treppenlift

    2.Die Krankenkasse hat 4000€ genehmigt,

    die Opferrentenstelle nicht .

    Mit der Begründung hätte mir ein anderes Haus eben kaufen sollen.

    Bin ein Opfer einer Gewalttat und habe dadurch Aids bekommen.

    Und bekomme kein Treppenlift demzufolge.

    Denn die Opferrentenstelle hätte den Rest des Geldes für den Treppenlift dazugeben müssen.Da frag ich mich doch ,mm Krankenkasse hat es genehmigt und Opferrentenstelle nicht?

    Das ist denke ich Diskriminierung.

     

     

     

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    Gabriele varga

    Auch ich kann dem nur zudtimmen.Habe selbst fast 20 Jahre einen nahen Angehörigen Stufe 2 gepflegt.Auch ohne pflegedienst.Konnte selber nur Teilzeitkräfte arbeiten.Gerade meinen Jährlichen Rentenbescheid bekommen.Der Schock dass tief.

    Ich arbeite selber im der Pflege und kann das ganze auch nebenbei noch aus der Sicht des professionellen Pfleger sehen.

    Es ist erschreckend.

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    Thea Berthold

    Stimmt. Pflegen selbst unseren Vater nach einen Schlaganfall. Pflegestufe 5. Wird viel zu wenig unternommen, und ist ein ewiger Kampf mit der Bürokratie. Und dann wird es doch nicht genehmigt. In ein Heim würde ich meinen Vater niemals rein tun. Was macht eigentlich das Gesundheitsministerium? Kann nur sagen armes Deutschland. Die ältere Generation hat so viel für das Land geschaffen und immer gearbeitet.....Und jetzt werden sie vergessen. TRAURIG

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    Gabi Zirngibl

    Ich selbst bin durch eine Lähmung auf einen Rollstuhl angewiesen. Seit einiger Zeit habe ich erhebliche Schwierigkeiten mit diesem Rolli. Er bleibt immer stehen. Auch mitten auf stark befahrenen Straßen Obwohl ich Pflegegrad zwei habe, mir dieses Fahrzeug ein bisschen Selbstständigkeit und die Teilnahme an sozialen Kontakten ermöglicht, genehmigt mir meine Kasse kein verkehrssicheres Fahrzeug.

    Ich kann deshalb nur beipflichten. " Tut endlich was für Pflegebedürftige".

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    Carola klingbeil

    Auch ich gebe euch meine Stimme und hoffe ihr habt Erfolg es ist wirklich traurig was aus Deutschland geworden ist

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