20. April 2017

„Secrets“: Geheimnisvolles Einkaufen in Trier

„Secrets“ – der Name dieser Boutique klingt schon geheimnisvoll. Wer aber einen dunklen Laden über einem Hinterhof erwartet, liegt völlig falsch! Die Boutique ist hell, wirkt offen, und Chef Dennis Marx lächelt freundlich dem neuen Gast entgegen.


„In einem Radius von 250 Kilometern rund um Trier sind wird konkurrenzlos“, erklärt Marx. In diesem Kreis liegt Luxemburg. Und gerade Luxemburger gehören zu seinen Stammkunden. Die fühlen sich hier pudelwohl. Warum Fetisch-Begeisterte aus dem Ländchen ausgerechnet nach Trier fahren, wenn sie auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Korsetts, Latex-Kleidern oder Accessoires sind? Im Ländchen wahrt man gerne die Fassade aus biederer Familien-Romantik und bürgerlichen Verhaltensregeln. Deswegen ist es ein echter Standort-Vorteil für „Secrets“, dass „man“ hier nicht erkannt wird. Wer die Treppe zu der Boutique hinaufsteigt, wird belohnt! Von einem hellen Raum, in dem die Regale weiß sind und die Mode freundlich gezeigt wird.


Das passt zu Marx‘ Anspruch: „Wir wollen das Thema ‚Fetisch‘ aus der Schmuddelecke holen.“ Dabei ist es schon lange auf dem Weg aus genau dieser Ecke heraus: Promis tragen es, die Mode-Branche setzt darauf.


„Eins ist besonders wichtig“, sagt Marx: „Wer hier einkauft, wird beraten. Und zwar ehrlich. Damit die Dame das bekommt, das ihr passt und das zu ihr passt.“ Die Auswahl? Ist nahezu unbegrenzt: Designer aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien erstellen die Mode – oft sind es Einzelstücke, die bei „Secrets“ zu haben sind. Das meiste, was hier angeboten wird, Korsetts oder Latex als Beispiel, wird von erfahrenen Spezialisten in liebevoller Handarbeit gefertigt. „Wir kümmern uns darum, dass alle Schnitte bei uns zu sehen sind“, sagt Marx und zeigt dazu eine Textil-Palette: „Die Kundin hat dann eine riesige Auswahl, aus welchem Stoff ihr Teil sein soll.“ Es ist Maßware!


Mehr noch: Secrets ist die einzige Boutique in ganz Europa, die Latex Couture von Designerin Atsuko Kudo anbietet. Ihre Kreationen sind durch die Zusammenarbeit mit Lady Gaga, Kim Kardashian, Madonna oder Sophia Thomalla weltberühmt geworden.


Der Blick fällt auf eine Kleiderstange. „Club-Wear“, grinst der Verkäufer und Berater. Das ist Kleidung, die längst mehr geworden ist als Fetisch. Dabei sind Stücke, die man auch „so“ tragen kann, vor allem, weil es sich hervorragend mit Alltagskleidung kombinieren lässt. Das ist den „Secrets“-Machern nämlich wichtig.


Dass das alles seinen Preis hat, ist Marx bewusst. Er macht keinen Hehl daraus, dass sein Publikum zahlungskräftig ist. Bei ihm kostet das günstigste Korsett 250 Euro. „Unterschiede gibt es überall“, sagt er, „ein Golf ist auch preiswerter als ein Mercedes!“


Und die Herren in der Kundschaft? „Sie sind konservativer“, lacht der Mann, „suchen das Klassische, das ihre Männlichkeit dezent unterstreicht.“ Da wird es das Beste sein, wenn die Partnerin zum Einkauf mitkommt. Die kann dann gleich empfahlen, was aus ihrer Sicht die Männlichkeit unterstreicht…


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    Lerscho39

    wie muss dann esou "Klamotten" hunn ? Nëmmen e puer mat Minderwertigkeits problemen . Dat ass MENG perséinlech Meenung .

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    Tina Stein

    Wer braucht ein Auto für 80000 Euro? Wer braucht eine Flasche Wein für 300 Euro? Und und und... Es sind Luxusartikel und jeder der möchte und es kann soll sich das kaufen was er will. Es ist für Menschen die keiner "Norm" entsprechen wollen und es ist gut das

    es sie gibt weil sonst wäre das Leben langweilig.

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    Harri

    Tina hat Recht.....! !

     

    " JEDER WIRD AUF SEINE FACON GLÜCKLICH ! ! "

    SPRUCH : VOM FRIEDRICH DER GROSSE ... KÖNIG VON PREUSSEN ...

    .....ER ERKANNTE DAS....

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