11. April 2017

Premier Bettel versucht sich in Effekt-Hascherei

Live-Post vom Wandern – Schweigen zu echten Problemen

Wo bleibt die Politik? Luxemburgs Premier scheint Osterferien zu haben. In der nutzt er ein paar Momente, um sich in der gewohnten Effekt-Hascherei zu üben. Ein Spiel, das er glänzend beherrscht. Das aber völlig unstaatsmännisch wirkt. Dazu gehört es nicht zu einem Verhalten, das man sich von einem Premier erwartet!

Die Leistung verdient Hochachtung: Yannis Bastian hat mit dem Fahrrad über 35.000 Kilometer zurückgelegt. Durch 40 Länder ist er geradelt – dabei hat er Geld für die Fondation Kriibskrank Kanner gesammelt.

Als der Mann am Staatsministerium vorbeigefahren ist, hat er einen Stopp eingelegt. Weil Bettel den Mann für seine eigene Image-Politur nutzen wollte! Ein Bild mit ihm bringt Sympathie-Werte, hat er sich dabei offenbar gedacht!

Und weil gerade kein Presse-Fotograf in der Nähe war, hat er sich fotografieren lassen, um das Ergebnis auf seiner eigenen Facebook-Seite zu veröffentlichen.

So buhlt er um Aufmerksamkeit bei seinen „Facebook“-Freunden.

Aber wie vielen Luxemburgern hat er seine Tür geöffnet, die echte Probleme haben?

Da lässt Bettel sich lieber mit gescheiterten Quizshow-Kandidaten ablichten.

Dazu kommt: Xavier Bettel ist sich nicht zu schade, bei einem Spaziergang „live“ auf Sendung zu gehen. Und seinen „Followern“ zu demonstrieren, wie schön das Mullerthal ist! Per Video, auf dem er mit seinem Mann Gauthier Destenay zu sehen ist.

Damit versucht Luxemburgs Regierungschef, Schlagzeilen zu machen. Während er zu den wichtigen Sachfragen der Politik schweigt. Wohnungsnot, Flüchtlingsfrage, Panama-Papers oder LuxLeaks – da wartet die Welt vergeblich auf ein Statement des Premiers.

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    Quoideneufdocteur

    XB wie er leibt und lebt !

    Rhetorische Zurückhaltung und Diplomatie gehören nicht unbedingt zu seinen Stärken.

    Eher die Selbstverliebtheit.

    Übertriebene Mimik, z.B. letztlich bei der Begrüssung des portugiesischen Homologen,

    aus dem Munde heraus sprudelnde und maschinengewehrsalvenmässige Statements, all das passt nicht zu einem kreditwürdigen Volksvertreter, weder auf nationalem, noch auf internationalem Parkett.

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    Johan

    Man könnte meinen "Früher war ich eingebildet, aber jetzt weiß ich, dass ich schön bin" - eigendlich kann und sollte dieser Mann kein Staatsminister sein!

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    Serenissima/blöden Letzeburger

    Bei Nutella Bettel, alles in Nutella, die wirklichen Probleme des Landes sind ihm egal..... Gambia schert sich einen Dreck um unser Land...! bis in 2 Jahren und dann ab in den Kasten...

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