16. Februar 2017

Planloses Vorgehen beim Mietzuschuss

Gambia kennt Luxemburgs Realität nicht

Da hat sich Gambia aber ordentlich verschätzt – und demonstriert, wie planlos sie agiert: Der Mietzuschuss ist – so wie er realisiert wurde – gescheitert. Die Zahl der möglichen Antragsteller ist zu hoch eingeschätzt worden. Zweitens: Es sind enorm viele Anträge abgelehnt worden. Grund: Die Mietgrenze wurde zu tief angesetzt! Ein Beispiel für das planlose Agieren der Verantwortlichen.

Das ist eins der wichtigsten Themen in Luxemburgs Politik: die Wohnungspolitik. Es gibt deutlich zu wenige Wohnungen in Luxemburg, während immer mehr Menschen ins Land strömen. Der Bedarf an Arbeitskräften reißt nicht ab!

Das hat bittere Folgen: Immer mehr Menschen können sich die gigantischen Mieten nicht mehr leisten, die im Ländchen verlangt werden.

Dass eine Wohnung in der Hauptstadt für Mindestlohn-Empfänger schon lange nicht mehr finanzierbar ist, ist kein Geheimnis.

TROTZDEM HAT GAMBIA DIE LUXEMBURGER WIRKLICHKEIT VÖLLIG FALSCH EINGESCHÄTZT!

Ergebnis: Von 29 Millionen Euro, die für den Mietzuschuss bereitgestellt worden waren, ist nur eine Millionen Euro an die Bedürftigen ausgegeben worden.

Statt der erwarteten – und einkalkulierten – 12.000 bis 19.000 Anträgen, sind nur knapp über 4.000 eingegangen! Von denen sind bis jetzt gerade einmal 1008 genehmigt!

Das sind gerade einmal fünf Prozent der geschätzten Anzahl!

Das zeigt deutlich: Die blau-rot-grüne Dreierkoalition kennt die tatsächlichen Lebensumstände der Luxemburger nicht. Die Mietgrenzen sind viel zu hoch angesetzt.

Mit erschreckendem Ergebnis: Die Chancen, trotz Bedürftigkeit, den Mietzuschuss zu bekommen, sind zu niedrig!

Dazu kommt: Wer den Mietzuschuss haben will, muss seit wenigstens sechs Monaten über ein festes Einkommen verfügen. Damit schließt der Gesetzgeber die aus, die gar nichts haben. Dabei brauchen die es am nötigsten!

Dazu kommen Fehler in der Kommunikation! Ist der Mietzuschuss mit Absicht so wenig bekannt gemacht worden, dass  es keine Anträge gibt?

Außerdem sind von vorneherein zu viele Menschen ausgeschlossen! Das gilt für alle die, die in sogenannten Sozial-Wohnungen leben, die von Fonds du logement, Gemeinden oder anderen vermietet werden. 

Alles Fakten die Gambia vorher hätte abschätzen müssen. Trotzdem ist die Beihilfe so verabschiedet worden. Das zeigt, wie planlos die Regierung zur Tat schreitet. Und sie hat bisher übrigens noch nicht erklärt, was sie mit dem nicht-ausgegebenen Geld macht! Nur, dass im nächstens Haushalts-Jahr lediglich zehn Millionen Euro für den Zuschuss bereitgestellt werden.

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    MadMax

    Mich würde mal interessieren wieviel Leute insgesamt wegen den hohen Mieten aus dem "Ländchen" ins benachbarte Ausland umgezogen sind. 

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    Paul

    Aktuell sind wieder mal ein paar gute Freunde von mir in die Umgebung von Perl zur Miete ausgewandert, alles junge Leute! Es ist so was von ätzen wie unsere Regierung auf dem Wohnungsmarkt agiert!

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    Arbechter

    Was noch trauriger, und ätzender, an der geschichte ist, dass es einige unter den ministertitteln gibt, die selbst einmal betroffene waren mit frau und kinder und miete zahlen musten von ihrem damaligen mindestlohn,- und heute sind diese menschen minister mit einem spitzenlohn und haben blut geleckt etc, wissen oder wollen nichts mehr wissen aus welchem loch sie stammen bzw abstammen, warscheinlich und ihnen in errinerung zu rufen (anwälte,mediziener,journalisten, und handlanger) die eisenindustrie und hüttenwerke der damaligen arbed mit fast 30.000 beschäftigten, "minet`sdäp", fazit: diese minister sollten nicht so arrogant hochnäsig auf die menschen herab schauen die Ihnen diesen karriereweg möglich machten also sollten sie gefälligst den reichtum gerechter und unkomplizierter an das volk verteilen damit die sich eine bude leisten können ohne das erarbeitete stück brot in fünf teile brechen zu müssen

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    Fred Reinertz Barriera

    Statt der erwarteten – und einkalkulierten – 12.000 bis 19.000 Anträgen, sind nur knapp über 4.000 eingegangen! Von denen sind bis jetzt gerade einmal 1008 genehmigt! Die Frage dann ist war es Absicht oder Tölpelhaftigkeit.....?,

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    Karl

    Staatshellefen dingen zu neischt. T'Promoteuren kalkuleieren se einfach mat, an Dat dreift Preiser nachmei an t'luut... Wat geif hellefen ass wann se geifen all dei Grenzgaenger diskrimineierungen eweg huelen. (Boursen, chèque service, chèque repas chèque dingsbums asw...) Eischtens geifen vill Leit ouni Angscht aus L eraus wunnen goen, dat verklengert demande an Preiser an zweetens geifen net dausenden frontalier probeieren eran ze kommen aus Angscht virun eben diskrimination... Feiert dach endlech erem t'Kannergeld bis 25 an fir all salarié!! Den Zeechen deen dei inkapabel Regierung 2010 mat den boursen gesaat huet wuar verheerend an feiert riit an t'Mauer! An dei aktuell Ass grad esou schlemm.

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