7. Februar 2017

Nach Beschlagnahmungen in Nospelt: Hedgefonds-Manager Grotz noch nicht aus dem Schneider

Teilerfolg vor französischem Gericht – Aber es geht noch immer um mehr als zehn Millionen

Der Fall Pierre Grotz – er hat im vergangenen Herbst für ein lautes Rascheln im Blätterwald gesorgt! Bei dem Hedgefonds-Manager war es in dessen Privathaus in Nospelt zu einer Hausdurchsuchung gekommen. Und das nach einem Amtshilfe-Verfahren, das ein Gericht in Marseille beantragt hatte. Der russische Oligarch Vitaly Malkin wollte Geld von Grotz zurückhaben. Jetzt hat Malkin vor einem französischen Berufungsgericht einen Prozess verloren. Aus dem Schneider ist Grotz aber noch nicht!

Zu Erinnerung: In der Affäre ging es um zwei „Baustellen“. Auf der einen Seite ein Immobilien-Deal auf Korsika. 17,4 Millionen Euro hatte Malkin innerhalb von anderthalb Jahren auf den Tisch gelegt. Für ein Luxushotel auf Korsika. Dafür wurden Grundstücke gekauft. Die allerdings hatten einen Fehler: Es war kein Bauland. Dass da jemals gebaut werden darf, ist super-unwahrscheinlich.

Dafür hatte der Russe Grotz (sein Berater), den Notar und den Immobilien-Makler verantwortlich gemacht und vor Gericht gezerrt. In der Angelegenheit ist der Luxemburger Grotz jetzt aus dem Schneider: Notar und Immobilien-Makler wurden freigesprochen. Weil dem Russen keine überteuerten Grundstücke verkauft wurden. Grotz hat zugegeben, einen Fehler gemacht zu haben. Er hatte seinem Kunden ein Investment vorgeschlagen, das sich als kein gutes Geschäft entwickelt hat. Das ist nicht toll – aber auch keine Straftat!

Allerdings: Die Affäre hat noch einen Haken, der noch nicht geklärt ist!

Da geht es um Millionen, die Malkin auf einem Konto in der Schweiz deponiert hatte. Ein Treuhand-Konto, auf dem 20,9 Millionen Euro gebunkert gewesen sein sollen.

Einziger wirtschaftliche Nutznießer: Pierre Grotz!

Das jedenfalls behauptet Malkin.

„Ich habe das Geld zurück gefordert“, sagt der Russe, „aber daraufhin habe ich erstmal nichts von Grotz gehört.“ Die Folge: Der Russe hat Anzeige gegen unbekannt eingereicht. Deshalb wurden Grotz‘ Konten in der Schweiz blockiert. Der Luxemburger hatte vorgeschlagen, 7,5 Millionen zurückzuzahlen.

Mit einem Versprechen: Er nennt den Namen und die Bankverbindung dessen, der die restlichen 13,4 Millionen Euro hat.

Vor allem spannend: Die Person, die acht Millionen Euro in bar von Malkins Konto abgehoben hat.

Über das Geld wird immer noch diskutiert. Gleichzeitig wird klar: Bei der Hausdurchsuchung in Nospelt wurden Gegenstände und Wertpapiere im Wert von zehn Millionen Euro sichergestellt. Luxus-Auto eingeschlossen.

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