16. Februar 2017

Mindestlohn für Grenzgänger am attraktivsten

In der EU zahlt keiner so viel wie Luxemburgs Arbeitgeber

Da marschiert Luxemburg aber ganz deutlich vorneweg: In keinem anderen Land der EU gibt es einen so hohen Mindestlohn wie im Ländchen. Das haben Europas Berufsstatistiker von „Eurostat“ jetzt veröffentlicht. Die ersten drei der Mindestlohn-Tabelle zum Stichtag (1. Januar): Luxemburg mit 1.999 Euro, dann Irland mit 1.563 Euro knapp vor Holland, wo es 1.552 Euro gibt.

Länder wie Dänemark, Schweden, Finnland und Österreich haben noch gar keinen gesetzlichen Mindestlohn!

Allerdings: Der hohe Luxemburger Mindestlohn wird relativiert! Denn kaum ein anderes Land hat so hohe Lebenshaltungs-Kosten wie das Großherzogtum.

Tatsächlich sind es die Grenzgänger, die am meisten vom Luxemburger Mindestlohn profitieren. Sie verdienen den Lohn, der zum Leben in Luxemburg bestimmt ist, aber dort, wo sie wohnen, ist das Leben günstiger.

In Frankreich gibt es wenigstens 1.480 Euro, in Deutschland 1.498 Euro und in Belgien 1.532 Euro! Verglichen mit dem Kaufkraft-Standard ihrer Länder haben Grenzgänger also rund 500 Euro mehr in der Tasche als Luxemburger. Vor allem auch, weil die Angaben in sich auf Bruttolöhne beziehen – und Steuern und Abgaben etwa in Deutschland viel höher sind als in Luxemburg.

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