19. März 2017

Miese Lage im Bankensektor: Ehrlich gerechnet sind zehn Prozent der Jobs futsch

3.300 Banken-Jobs sind nur durch Regulierung entstanden

2007 hat es gekracht! Da ist beinahe das gesamte globale Banken-System in die Luft geflogen. Weil sich Top-Banker schlicht verzockt hatten. Die Politik ist eingesprungen, hat mit Steuergeld den Banken geholfen. Dafür sind den „Geld-Experten“ aber neue Regeln auferlegt worden. Über die jammern sie jetzt – und beschweren sich über hohe Kosten. Eine Studie beweist: Hätte es die neuen Regeln nicht gegeben, wären im Bankensektor zehn  Prozent aller Jobs flöten gegangen!

Das Beratungs-Unternehmen „Ernest & Young“ und die Banken-Vereinigung ABBL haben unter Luxemburgs Banken eine Studie durchgeführt. Hintergrund: Wie teuer kommen die neuen Regeln für Geldhäuser Luxemburgs Banken zu stehen?

Die Banken, die mitgemacht haben, fangen schon mal an zu jammern! 458 Millionen Euro sind jetzt schon auf den Tisch gelegt worden. Und bis 2018 kommt noch einiges dazu.

Das ist nichts im Vergleich zu dem, was Europas Steuerzahler zur Bankenrettung geblecht haben!

Dazu kommen höhere Personalkosten. Weil die neuen Regeln umgesetzt und eingehalten werden müssen. Das können Finanz-Experten, IT-Fachleute oder Juristen sein. Klar ist: Es geht um qualifizierte neue „Banker“. Etwa 3.300 neue Jobs sind so im Finanzbereich geschaffen worden.

Und das zeigt: Den Banken geht es deutlich schlechter als sie behaupten! Im vergangenen Juli haben sie freudestrahlend mitgeteilt: In unserem Sektor arbeiten 26.228 Menschen. Da war man mega-stolz, weil das 571 mehr waren als im Jahr davor!

Wenn man aber jetzt weiß: 3.300 von denen haben gar nichts mit dem Geldwesen zu tun, sondern sind für die neuen Regeln zuständig, ergibt sich ein ganz anderes Bild! Ohne die neuen Jobs wären nämlich mehr als 2.700 Jobs abgebaut worden. Das ist ein Minus von zehn Prozent – beinahe eine Massenentlassung!

Das ist das Ergebnis von Xavier Bettels und Pierre Gramegnas Entscheidung, das Bankgeheimnis aufzugeben. Alles andere ist Augenwischerei.

Kein Wunder, dass die Geldinstitute da jammern: „Wir stellen fest, dass die regulatorischen Anforderungen noch nie so hoch waren!“ Dabei müssten die noch höher sein! Weil nur mit klaren Regeln und strengen Gesetzen die Banken davon abgehalten werden können, die Welt nocoh einmal so ins Chaos zu stürzen wie 2007.

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    Jos

    Xavier Bettel und Pierre Gramegna, das sind zwei die sich gesucht und gefunden haben! Ich hätte so was von Respekt von den beiden Herren, wenn sie das Bankgeheimnis so weit wie möglich hinausgeschoben hätten, und in dieser Zeit mit allen Akteuren einen akzeptablen Weg ausgearbeitet hätten! Aber nein, beide wollten mit der schnellen unüberlegten Entscheidung in Brüssel glänzen, ja das liebe Ego, besonders von Herr Bettel! Einfach MEGA doof von diesen auf dem Papier intellektuellen Typen, eben leider nur auf dem Papier!

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    Serenissima

    Klartext ist das Gambia nicht zu begreifen scheint, dass wenn der Finanzdienstleistungssektor in Luxemburg alleine so 25-30 % des Bruttosozialprodukts direkt erwirtschaftet ( ohne Berücksichtigung der indirekten Beiträge die durch den selben Sektor erwirtschaftet werden) was im Endeffekt villeicht dann 45-50 % des gesamten Volumen des Luxemburger Bruttosozialprodukts ausmachen könnte, sollte man als Regierung sehr vorsichtig sein irgendwelche Massnahmen zu ergreifen die direkt oder indirekt dieses prekäre Bruttosozialprodukt.Ergebnis beeinträchtigen könnte, weil das suizidal für Luxemburg sein könnte..in jeder Hinsicht; ....da könne mer gleich eröm Grompeern raafen goen fier ze iwerliewen am Ländchen! Nutella Bettel an Hanswurst Gramegna also op gepasst maacht also kee Blödsinn ........

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