18. April 2017

Mars Di Bartolomeo stinksauer auf Grenzgänger

Unglaublich! Staatsbeamter zieht über „sein“ Luxemburg her

So etwas bringt Kammerpräsident Mars Di Bartolomeo auf die Palme. Ausgerechnet ein Luxemburger Verwaltungsbeamter zieht über sein eigenes Land her. Streicht die Vorzüge des benachbarten Saarlandes hervor, in dem er wohnt. Und lässt an „seinem“ Luxemburg kein gutes Haar.

„Er profitiert vom Privileg Luxemburger Staatsbeamter zu sein, der sich entschieden hat im Saarland zu leben und beklagt sich dann bitter über sein Land“, resümiert Kammerpräsident Mars Di Bartolomeo ziemlich wütend und verurteilt die „Rosinenpickerei“ so mancher Grenzgänger. „Vouloir le beurre et l'argent du beurre“, nennt Di Bartolomeo das Verhalten des Staatsbeamten.

Der 36-Jährige lebt in Merzig und hat den Schritt vor elf Jahren ins Saarland zu gehen, nach eigenen Aussagen nie bereut. Und schon mault er über die „unanständigen“ Luxemburger Immobilienpreise. Die Regierung tue nichts, um den Menschen zu helfen. „Wir sind nur dafür da, um zu arbeiten und unsere Steuern zu bezahlen. Im Gegenzug erhalten wir aber keine staatliche Unterstützung, um gut zu leben.“ Das aus dem Mund eines Staatsbeamten, die in Luxemburg doch alle recht gut verdienen!

Er liebe die Saar-Mentalität. Im Gegensatz zu den Luxemburgern seien „die Menschen direkt, unkompliziert und schnörkellos. Sie nehmen uns einfach, wie wir sind. Verhalten sich ohne Arroganz.“ Sie seien „warmherzig und tolerant“. Das ist schon mehr als unverfroren! Doch es kommt noch krasser.

Zunächst verbrachte er den größten Teil seiner Freizeit in Luxemburg, auf Partys und Konzerten. Kritisiert die aggressive Haltung der Polizei während der Straßen- und Routinekontrollen, abends und am Wochenende. Stellt eine Form von Brutalität im Gegensatz zu dem festen aber respektvollen Ansatz der deutschen Polizei fest.

Und noch etwas schätz er am Saarland: die Nähe von Geschäften, die Vielfalt von Produkten und Unterhaltung - alles zu niedrigeren Preisen. „Die Geschäfte, Kinos oder Schwimmbäder sind innerhalb von 15 Minuten zu erreichen. Alles ist hier direkt und leicht zugänglich und die Atmosphäre ist ruhig und freundlich.“

 „Ich verspüre nicht mehr das Bedürfnis zurückzukehren und in Luxemburg zu leben. Ich fühle mich gut in Deutschland.“ Wenn es dem Staatsbeamten im Saarland so gut gefällt und Luxemburg ihn so „ankotzt“, sollte er vielleicht den Staatsdienst in seinem Heimatland quittieren. Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst werden auch in Deutschland gesucht. Allerdings verdienen sie nicht so üppig wie in Luxemburg!

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    svendorca

    das Luxemburger- Geld stinkt aber nicht. Warum nicht die höhe der Rente/ Pension nach dem Niveau des Landes aus bezahlen wo man lebt ?

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    Serenissima/blöden Letzeburger

    Nestbeschmutzer wird es immer geben...hasta la vista, aber von seitens eines Staatsbeamten ist es schon ein dickes Stück...aber nachher wird man den Mann auch noch befördern nehme ich an..non olet sowieso...und er wird gerne mehr Geld annehmen...und weiter in seinem geliebtem Saarland bleiben..

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    Jean-Marc

    Sachte, sachte! Wer so denkt und sich dementsprechend verhält, eckt auch in der

    Wahlheimat an, und ganz besonders, wenn er sein Einkommen weiterhin im 

    Heimatland scheffelt. Ein guter Vogel beschmutzt sein eigenes Nest nicht!

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    Franz

    Souweit ëch mëch errënneren kann war et fréier mol sou, dass Staatsbeamten hunn missten am Land liewen,(deelweis souguer an der Gemëng wou hir Arbëchtsplaatz war) wou se ugestallt waren,an daat misst onbedëngt erëm agefouert ginn.

    Deen Här do ass bei weitem keen Eenzelfall.

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    Kim

    Egal wie, ob richtig oder falsch, ein Staatsbeamter soll und muss auch in Luxemburg wohnen, dies sollte jedenfalls auch im Arbeitsvertrag stehen! Nicht desto trotz, im Saarland lebt es sich wohl sehr gut mit dem Lohn aus Luxemburg!

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    armand

    nur als staatsbeamter kann man ruhigen gewissens nach D auswandern. sonst kann man mal in harz4 abrutschen oder muss als pensionnär eine D-krankenversicherung (privat /- 800) abschliessen. Nestbeschmutzer trifft voll zu.

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    King

    daat nennt een, Schmarotzer

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    Lerscho39

    ech hu vu Bekannten héieren ,datt déi "drüben" NET vun de Lëtzebuerger Immigrante begeeschtert sinn, well se do wunnen , awer NET an de Veräiner oder an der Gesellschaft matman . Si kommen dofir nach ëmmer zréck bei eis.An d'Präisser vun den Terrain'en an Immobilien si gewalteg an d'Lut gaang , wat den "Einheimischen " net passt . A mat Recht .

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    Jeng

    @Lersch39: Mir si jo och net zefridden, dass hei zu Lëtzebuerg gewalteg d'Präisser klammen! Ech mengen déi do iwwer mussen sech net opreegen, well vun deenen kommen aktuell ca. 40.000 op Lëtzebuerg schaffen, si mega glécklech mat dem ville Geld wat si dann do iwwer kennen ausginn! Eis Immo-Präisser klammen jo permanent, hier do iwwer och, awer vill manner schnell, a vill Leit déi e Terrain hunn profitéieren jo och do vun der Situatioun - wei géing eisen Bettel soen "Win-win-Situatioun"! Oder sidd dier och vläicht béis, dass och hei am Land vill Immobilien vun Auslänner kaaft ginn an dat och vu villen decken Bonzen, déi och eis Präisser an Luucht dreiwen!! "Also, zuerst mal vor der eigenen Tuer fegen" wir Luxemburger!

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