12. März 2017

Luxemburger haben Angst, ihre Meinung zu sagen!

Das kann zu einer wirklich bedrohlichen Lage werden

Das ist nicht zu fassen! Viermal ist in Etiennes Gartenhäuschen eingebrochen worden! Viermal wurde sein Garten im hauptstädtischen Neudorf verwüstet. Jetzt hat er ein Video, das einen der Vandalen zeigt, veröffentlicht. Aber er hat Angst – und warnt seine Freunde: „Schreibt bloß nichts öffentlich, sondern schickt mir eine Privat-Nachricht. Sonst werdet ihr gleich vor Gericht gezogen und bestraft!“

„Viermal haben sie mich besucht und im Garten alles kaputtgeschlagen!“ Aus Etiennes Worten spricht Wut, Verzweiflung und Enttäuschung. „Leider ist die Qualität nicht gut. Aber ich habe es der Polizei gegeben, doch von da kommt nicht viel!“

Jetzt setzt er auf Facebook. Darauf, dass seine Freunde das Video teilen. Und deren Freunde.

TROTZDEM HAT ER ANGST!

Nicht davor, dass die „Jungs“ noch einmal anrücken um sein Gärtchen zu zerstören.

Sondern davor, dass sein Video seine Kumpels vor Gericht ziehen könnte!

Ob der Täter auf dem „Film“ ein Ausländer oder ein Luxemburger ist, ist nicht zu erkennen. Trotzdem sagt Etienne klipp und klar: „Man darf seine demokratische Antwort nicht geben und gegen so jemanden eine Äußerung machen. Der Luxemburger wird gleich vor den Kadi zitiert, wie man es schon oft gesehen hat, und bekommt eine Strafe. So weit sind wir hier schon!“

Der Mann hat Angst, seine Meinung zu sagen.

Etienne findet dafür Worte: „Weil das Schwert vom Rassismus überall über uns hängt!“

Damit ist klar: Etienne fürchtet, dass einer seiner Freunde meinen könnte, der Gefilmte wäre ein Ausländer.

Dabei ist das nicht zu erkennen. Er will nur, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. „Es ist egal, wer und was“, stellt Etienne fest, „ich bin der Geschädigte.“

Das zeigt das Drama hinter der Geschichte! Da vertraut jemand der Polizei nicht und veröffentlicht sein Video aus der Überwachungskamera. Das macht ihm Angst – weil durch unbedachte Äußerungen schnell Gerichtsprozesse werden können.

Das wirft ein bezeichnendes Licht auf Luxemburg! Wenn Menschen schon Angst haben, ihre Meinung zu äußern, wirft das den Rechtsstaat in ein ganz schlechtes Licht! Das passt nicht in ein modernes Land – sondern eher in Grusel-Systeme.

Und wirft die Frage auf: Ist Luxemburgs Justiz zu streng? Auffällig ist: Es scheint keine einheitliche Linie zu geben, wie man mit Facebook-Posts umgeht! Im November 2015 war ein damals 21-Jähriger verurteilt worden, weil er auf die Facebook-Seite von Premier Bettel „dreimal Ja, um Dir eine Kugel zu geben“ geschrieben hatte. Allerdings soll – das sagt die Staatsanwaltschaft – es nicht strafbar sein, Außenminister Asselborn den Tod zu wünschen, indem man schreibt „der muss auch mal mit einem offenen Wagen durch Dallas gefahren werden.“

Es zeigt: Die Aussagen der Staatsanwaltschaft scheinen sich zu widersprechen. Das macht viele unsicher. Und es führt dazu, dass sich viele Menschen zum Schweigen gezwungen fühlen.

Das aber macht nicht nur unzufrieden, sondern das lässt diese Menschen innerlich brodeln. Die Gefahr: Es kocht irgendwann über – und endet in einer Explosion. So sieht ein vergiftetes Klima aus, aus dem eine richtig bedrohliche Situation wachsen kann. Da muss dringend gehandelt werden.

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    svendorca

    jaja richtig, ein Trump darf Migranten als Verbrecher titulieren, einer von den kleinen hängt man. Etwas zum nachdenken: Freitag 23:30,( Garer-Busquai ) ein Mahgreber ( 26 Jahre ) fragt mir eine Zigarette...gebe sie anstandslos, raucht mit dem Busfahrer die Zigarette bevor man uns nach Hause fährt. So der Mahgreber steigt mit einer Flasche Bier in den Bus ( geöffnet u. halbleer ), setzt sich gegenüber wo ich sitze und fängt an zu quatschen. wie schön es doch in Ma,E, F, CH, P, usw ist, hat aber auch überall gearbeitet, angeblich als Chef de Rang, in Geneve, Eifelturm, Barcelona, usw. So, man muss aber auch bei der Geschichte wissen, dass der Busfahrer auch ein Mahgreber ist.( mit dem ich schon Probleme hatte ) Merkt man hier den feinen Unterschied!! ..anmerkung! Eine zerschlagene Bierflasche kann unter Umständen eine tödliche Waffe sein.

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    Carlo

    und überall lauern Denunzianten ...

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    Nomi

    War der Meenung "keen Gedrenks an keen Iessen an Zuch an Bus " !!!!!

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    Huss Rudi

    Hier,wie überall in Europa ,(außer in österreich )herrscht Meinungsdiktatur,nur nichts gegen Ausländer oder Asyllanten sagen,egal welche Straftaten sie begehen.damit der Schein bewahrt wird ,das was unsere Heuchlerigen Politiker seit Jahren uns weis machen wollen,und zwar daß alle Ausländer ,Asylanten,Flüchtlinge, brav sind ,nicht kriminell sind.Nur die "Einheimischen ",also in unserem Land sind es anscheinend die Luxemburger die kriminell sind.

    Die östereicher haben 8o.ooo Flüchtllinge aufgenommen.Laut östereichischen Polizeibericht und im Fernsehen erklärt worden daß 22610 Straftaten von Flüchtlingen oder Asylanten verübt.Wenigstens haben die östreichischen Politiker ein Rückgrad und sind keine Heuschler und berichten die Wahrheit.

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    svendorca

    @ Carlo, gleiches Recht für jeden.....@ Nomi, wäre ja gar kein Problem, hätte der Busfahrer den Fahrgast nicht gesehen mit der geöffneten Bierflasche in den Bus einsteigen und auch noch trinken sehen, hat er aber, und hat auch noch vor der Tür mit ihm zusammen geraucht.

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    Nicoleon

    Na dann...lesen sie mal den Kommentar von Braz (Br) im Tageblatt vom 13.02.2017 : Meinungsfreiheit nicht in Gefahr...parlamentarische Anfrage...zum Thema 30 Kommentare, zudem mein eigener als "Nicoleon" mit einer Geldstrafe von 6000 €/-- 450€ monatlich, weil ich meine Recht verteidigte, und Verfluche alle Beteiligte an dieser "Kriminalität" die mich "beklauten, enteigneten", mit dem damaligen Anwalt meines Vertrauens der mich ausnutzte bis zum letzten Hemd, und dann schäbig gegen mich plädierte zuergaunerten Gunsten der Gemeinde. MEINUNGSFREIHEIT für RECHT und gegen die WILLKÜR des STAATES.

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    Filipe Marques

    Wieso und warum sagen die Düdelinger Gemeinde Beamten nichts in Sachen Schwermetallen und vor allem deren Umweltbüro kann es sein dass manche Parteikartenträger in Befangenheit leben?

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