23. Dezember 2016

Luxair-Boss bei Feier zusammengebrochen und mehrere Minuten bewusstlos

Aber niemand berichtet über Neys Schwächeanfall

Was ist das denn? Da schweigen Luxemburgs institutionalisierte Medien ein mega-wichtiges Thema tot! Wie krank ist Luxair-Boss Adrien Ney? Der CEO der Findelflieger hatte eine Festansprache gehalten. Anlass: Vor 20 Jahren hatte LuxairCargo das Cargocenter am Findel deutlich erweitert. Doch es gab noch einen besorgniserregenden Zwischenfall: Ney war zusammengebrochen!

Darüber berichtete niemand, der zu der Fest-Veranstaltung eingeladen war. Fast niemand: Das „Journal“ hatte darüber in einem kurzen Satz berichtet: „Zu einem kurzen Schreckensmoment kam es dann, als Ney nach seiner Rede einen Schwächeanfall erlitt.“

Das war schon die abgeschwächte Form!

Denn ein „Privat“-Leser hat die Redaktion auf den Vorfall aufmerksam gemacht! Er teilte mit, dass Ney nicht nur zusammengebrochen war, sondern sogar mehrere Minuten bewusstlos war und ein Notarzt alarmiert wurde!

Aber selbst das Journal, das ursprünglich berichtet hatte, hat den Satz in seinem Internetangebot gestrichen.

Das ergibt eine skurrile Situation! Wer die Suchfunktion der Journal-Seite genutzt hat und „Adrien Ney“ eingab, hat den Satz sehen können. Unter dem Titel „Ausbau geht weiter“. Doch wer dem Link gefolgt ist hat zwar den passenden Text gesehen. Dort fehlte dann aber „Zu einem kurzen Schreckensmoment kam es dann, als Ney nach seiner Rede einen Schwächeanfall erlitt“, komplett.

Warum ist das passiert?

Darüber kann man nur mutmaßen!

Klar ist: Luxair spült eine Menge Geld in die Kassen von Luxemburgs Medien. Ein Topf, den sich Verlage und Sender nicht entgehen lassen wollen. Die, die von Anfang an den Zusammenbruch verschwiegen haben, haben wohl genau daran gedacht! Immerhin besteht die Gefahr, dass ganzseitige Anzeigen, die richtig teuer sind, nicht mehr von den Fliegern gebucht werden. Beim Journal hat die Anzeigenabteilung vielleicht erst im Nachhinein die Redaktion daran „erinnert“.

Warum ist es wichtig, dass dieser Vorfall bekannt wird?

Luxair gehört zu den bedeutendsten Unternehmen des Landes! Dem Staat gehören mehr als die Hälfte der Anteile! Das Großherzogtum selbst hält zwar nur 39,04 Prozent – aber die Spuerkeess hält weitere 21,81 Prozent. Und die wiederum gehört voll und ganz dem Staat.

Fällt der Luxair-Boss wegen gesundheitlicher Probleme aus, muss das bekannt sein. Allein schon, weil rund 2.300 Arbeitsplätze in der Gruppe geboten werden! 2.300 Familien, die von der Fluggesellschaft abhängen.

Die Rolle, die die institutionalisierten Medien dabei spielen, ist keine gute! Denn Fakt ist: Sie werden durch Steuergeld massiv unterstützt. Ohne Pressehilfe sind die meisten Luxemburger Zeitungsverlage nicht überlebensfähig. Und sie bekommen das Geld, damit eine „ausgewogene unabhängige Berichterstattung“ garantiert wird!

Aber der Ney-Vorfall zeigt: Genau das Ziel wird verfehlt. Es wird so berichtet, als sei man von Luxair abhängig. Sonst wäre der Vorfall nicht verschwiegen worden.

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