3. Januar 2017

Louboutin-Boutique ist ein Steuerspar-Modell

In diesem Laden geht es nicht nur um den Verkauf

Ein ganzes Geschäft zum Steuersparen: In Luxemburgs Innenstadt hat der nächste Luxusladen eröffnet! Christian Louboutin ist in der hauptstädtischen Rue Philippe II angekommen. Mit „großem Bahnhof“ ist die Boutique eröffnet worden. Und von Anfang an ist klar: Für den „normalen“ Luxemburger ist das nichts. Dabei scheint die Boutique nicht unbedingt vom Verkauf leben zu wollen – sondern vom günstigen Steuersatz im Großherzogtum.

Das, was es in der Luxemburger „CL“-Boutique gibt, ist kaum erschwinglich! Denn die Damen-Schuhe mit den giga-hohen Absätzen gibt es nicht im Sonderangebot! Unter 500 Euro ist nichts zu haben. Dafür gibt es eine Menge Modelle, die mehr kosten als 1.000 Euro. Und auch „Treter“, die mehr als 2.000 Euro kosten, sind zu haben.

Da kostet ein Paar Schuhe mit roten Sohlen mehr als ein Mindestlohn-Empfänger im Monat verdient.

Allerdings: Hier ist Christian Louboutin selbst derjenige, der die Boutique eröffnet hat. Er besitzt alle Anteilsscheine der Aktiengesellschaft (Loubi S.A.), die schon 2013 in Luxemburg gegründet wurde.

Will Louboutin in der rue Philippe II wirklich nur Schuhe, Parfums und Schönheits-Artikel verkaufen?

Eher geht es um die Möglichkeit, Steuern zu sparen. Erst vor Kurzem hatte Finanzminister Pierre Gramegna erklärt, nur „Firmen mit Substanz“ dürften im Großherzogtum bleiben. Anfang Dezember hatte McDonald’s angekündigt, seine Europazentrale von Luxemburg nach London zu verlegen. Darauf hatte Gramegna nur mit den Schultern gezuckt und gesagt: Für Briefkasten-Firmen ist in Luxemburg kein Platz mehr.

Louboutin jedenfalls hat mit der Boutique-Eröffnung in der renommierten Innenstadt-Straße die Weichen dafür gestellt, seine gigantischen Einkünfte im Ländchen versteuern zu dürfen.

Das dürfte über die mega-günstige Steuer auf Patente im Ländchen zurückzuführen sein.

Das jedenfalls hat Louboutin! Die legendäre rote Sohle des Schuhdesigners ist patentrechtlich geschützt.

„CL“ jedenfalls wird nicht viele Schuhe in Luxemburg verkaufen. Dafür ist seine „Zielgruppe“ viel zu klein. Die allerdings hat sich bei der Eröffnung der Boutique Mitte Dezember vorgestellt: Unter den Gästen waren die Ehemänner von Premier und Vize-Premier: Gauthier Destenay und Jérôme Domange.

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    Fred reinertz Barriera

    „CL“-Boutique" ist ohne Zweifel eines dieser sehr intelligent entworfenen Steuersparmodellen, wegen des Patentes, aber da Herr Gramegna ja Substanz haben möchte wird nun ein bisschen Substanz gezeigt, nicht nur eine Briefkastenfirma.....ob verkauft wird ist da nebensächlich, auch ob ein paar billige Verkäuferinnen aus Lothringen da arbeiten dürfen, wo der Staat also zumindestens normale Lohnsteuern bekommt; .....Luxprivat hat die Sache wieder einmal klar erkannt und publik gemacht unser "Lügenpresse" würde da nicht mal recherchierenn, nur einen Artikle über die Eröffnung bringen, mit den beiwohnenden Politiker und Notabilitäten der Schickeria.... dei do de Champes gesoff hun an d'Petits-fours gefruppst hun ...man gönnt sich ja sonst nichts......

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    Jean-Marc

    Die schnuckligen Ehemänner von Premier und Vize-Premier haben vielleicht

    Geschmack an den roten Sohlen gefunden und wünschen sich je so ein Paar

    Schuhe fürs heimische Spielzimmer.

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    Quoideneufdocteur

    Ich frage mich allen Ernstes, was Herrn Louboutin geritten hat, ein Geschäft für Luxus-Schuhe in der Philippe 2 Strasse von Luxusburg zu eröffnen.

    Wohl kaum wegen eines anstehenden Ansturms einer Klientel.

    Ist ihm seitens Herrn Gramegna etwa ein Angebot unterbreitet worden, das es nicht abschlagen konnte ?

    Oder hat er gar selbst ein solches Angebot unterbreitet ?

    Hat er hierbei vielleicht sein Anliegen auf irgendwelche Art und Weise versüsst ?

    Fest steht, dass er durch den Schuhverkauf wohl kaum die monatliche Miete in der rue Philippe 2 aufbringen wird.

    Hat er vielleicht Geld zuviel ?

    Die Fragen können nur Louboutin und unser Finanzminister beantworten.

    Das werden sie aber nich tun.

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    handykappeierten

    ...t`scha, "mär" wellen et dach eseou, "mär" hun se jo gewielt, oder etwa net, realiteit as jo awer dass sie mat hieren enormen gehälter jo awer do setzen... wei sprachwieder: "der hat`s der hat`s" oder "een deen et laang huet, deen leist et eben laang hängken"... mär hun et jo, warum also die "aufregung", ist es etwa der neid der anderen...was wäre wenn...2018...

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