2. Februar 2017

Léiwer Herrgottsblieschen ? Gibt’s fast nicht mehr!

Und wieder ist eine heimische Tradition verschwunden

In vielen Orten und an vielen Türen werden auch heute – wie bereits in den vergangenen Jahren – keine Kinder durch die Straßen der Dörfer und Stadtviertel ziehen und klingeln. Zwar appelliert die Sécurité Routière jahraus jahrein an die Autofahrer, auf die herumziehenden Kinder achtzugeben, aber dieser Appell wäre inzwischen an Halloween weitaus wichtiger als an Liichtmëssdag.

Man hat ein Abflauen der Tradition in den letzten zehn Jahren bemerkt, und so um 2010 wurde es extrem. Immer mehr sind die kleinen Scharen von Lampion-Trägern aus dem Stadt- und Dorfbild verschwunden, und der Refrain „Komm der net bâl“ oder „brengt ons Speck an Ierbessen“ hallt kaum noch durchs Ländchen. Weil in vielen Schulen diese Tradition nicht mehr unterstützt wird und in vielen Elternhäusern sowieso Abstand davon genommen wurde.

Und so verschwinden jedes Jahr wunderschöne Gewohnheiten und Traditionen unser eigenen (wenn auch hier heidnischen) Kultur zu Gunsten des Multikulti, in dem Luxemburg sich nicht behaupten kann und immer wieder den Kürzeren zieht.

  • image
    Nomi

    Gehei'eren d'Erklaerungen vun dear Kultur an denen Gebraicher net fir eng Stonn an den Scho'ulprogramm ???

  • image
    Realist

    "Bréng ons Speck an ierbessen?" Wie soll denn das bitte heutzutage gehen? Wenn 6 Kinder dieses Liedchen vor meiner Tür singen, weiss ich doch, dass mindestens eins davon vegan ernährt wird, ein weiteres nur hallal, dh speckfrei essen darf, und die restlichen an irgendeiner Erbsenallergie oder allgemeinen Hülsenfruchtunverträglichkeit leiden. Das "alte" Luxemburg mit seinen Gebräuchen ist tot, toter, am totesten. Noch nicht mal "klibberen" ist mehr drin, weil da das Gehör geschädigt wird.

  • image
    Bob

    léiwer Härgottsbliesschen,gitt ons Shit an Blieddercher,een Joint zwee Joint,dann hun mir d´Rommel zou geknallt♪♫♪♫♫♪♫

Kommentieren