9. April 2017

Lebensmittel: Die Gefahr kommt aus dem Ausland

Warum werden immer mehr Lebensmittel zurückgerufen?

Salmonellenvergiftungen, Magen-Darm-Infekte mit Durchfall und schwere Allergieschübe – Luxemburgs Verbraucher sind verunsichert. Immer wieder werden in Luxemburg und den Nachbarländern Nahrungsmittel zurückgerufen. Konnte man sich früher weitestgehend auf Lebensmittel verlassen, läuft man heute mehr und mehr Gefahr, schwer krank zu werden. Doch warum werden immer mehr Lebensmittel zum Risiko und zurückgerufen?

Allein in den letzten Wochen sorgten Rückrufaktionen von Nahrungsmitteln für Aufsehen. „Sesam-Crème“ musste wegen Salmonellen-Gefahr eiligst aus den Regalen Luxemburger Supermarktketten und Naturkostläden verschwinden. H-Milch und Brotaufstriche des Discounters Lidl wurde als Verursacher von Magen-Darm-Problemen schleunigst aus dem Sortiment genommen. Und bei IKEA löste Schokolade bei Kunden Allergieschübe aus.

Mehr als 100 Rückrufaktionen werden durchschnittlich in Luxemburg und den angrenzenden Ländern pro Jahr gezählt. Und die Rückrufe für Lebensmittel häufen sich. Lebensmittelexperten führen dies zum einen auf die Verpflichtung der Discounter und Supermärkte Probleme mit Produkten zu melden. Früher hätte man die „Sesam-Crème“ still aus dem Sortiment genommen und niemand hätte Wind davon bekommen. Heute muss es gemeldet werden.

Zum anderen sehen Cactus, Delhaize, Match, Cora und Co. immer mehr auf den Preis der Produkte. Je preiswerter der Einkauf, desto höher die Gewinnmarge. Der Preisdruck führt dazu, dass immer mehr Lebensmittel im Ausland produziert oder mit ausländischen Produkten hergestellt werden. Besagte „Sesam-Crème“ stammt beispielweise aus Griechenland. Honig kommt aus Argentinien, Apfelschorle und Aufbackbrötchen aus China, Hühnerfleisch aus Thailand - viele Zutaten für unser Essen kommen von weit her.

Je weiter das Produktionsland, desto geringer die Hygiene! China ist bekanntlich ein Land, in dem der Einsatz von Pestiziden oder Hygienevorschriften nicht sonderlich kontrolliert wird. Das Problem: Insbesondere bei verarbeiteten Produkten, die aus verschiedensten Zutaten zusammengesetzt sind – von der Kartoffelsuppe über Ketchup bis zum Müsli – brauchen keine verpflichtenden Herkunftsangaben gemacht werden.

Verbraucher wissen also überhaupt nicht, was sie da essen, sie werden „nur“ krank!

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    Arbechter

    Richtig, der Preisdruck führt dazu wie sie beschreiben, ist es denn nicht auch so dass die Politik die Menschen dazu hinführt Kostensparend und die "Billigprodukte" kaufen zu müssen um über die "Monatsrunde" zu kommen, Schokolade kann mit natürlichem Kakao hergestellt werden, aber auch mit billigerem Palmöl vom Süssstoff mal ganz abgesehen, für die Kinder einer Familie ist die Freude an der Schokolade immer ein Elternerfolg bei ihnen, doch auch für Mama und Papa denn mit ihrem kleinem Einkommen reicht es dann gerademal, so auch bei Fleischprodukten, Pizzas, Eiscreme, etc usw..,also ist die Willkür von den Grossgeschäftemacher am Ottonormalverbraucher gegeben, und was schert sich die Politik darum...,Hauptsache bei diesen Politischen Verbrechen ist dass das jeweilige Land gute Wirtschaftliche Beziehungen zu ein ander haben, und wenn diese Elite sich an einem "Tischlein deck dich" treffen..., - Wahlbürger, da könnt ihr sicher sein, da wird kein Mastfutter und keine Eiscreme mit Schokolade aus Billigprodukte aufgetragen das diese Industriellen selbst herstellen in ihren Fabriken bzw Schlachthäuser,- das ganze Zenario, es errinnert an den sehr bekannten Film von Louis De Funes :" L`ailes ou la cuisses" .

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    Crevette

    " Pour Caroline de Monaco et pour un ouvrier du Mississippi * èlevè dans le coton* ne veut pas dire la meme chose " , Josè Artur

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