11. Oktober 2017

Kassenbon verrät: Okaïdi ist TVA-Schummler

Einfach französischen Satz kassiert

Da hat aber einer ganz schön Schmu getrieben! Okaïdi hat bei der TVA geschummelt. Wer sich die Kassenbons genau angesehen hat, musste mächtig staunen: Das wurden Mehrwertsteuer-Sätze von 20 und 5,5 Prozent angegeben. Die gibt es aber in Luxemburg gar nicht…

20 Prozent, 5,5 Prozent: Das gibt es nicht in der Mehrwertsteuer-Tabelle des Großherzogtums. Da ist mit einem Blick auf den Kassenbon klar: Das ist falsch! 17 Prozent gelten hier grundsätzlich, der niedrigste Satz liegt bei drei Prozent.

„Ein kurzfristiges Problem“, heißt es in der betreffenden Okaïdi-Filiale am hauptstädtischen Bahnhof. „Es wird korrigiert.“

Ob es damit getan ist, ist fraglich! Pro Kassenzettel geht es zwar um verschwindend geringe Beträge – in der Summe aber um erhebliche Summen. Und der Kinderausstatter ist kein kleines Unternehmen, sondern ein beachtlicher Konzern mit mehreren hundert Läden rund um den Globus.

Allein in Luxemburg gibt es sechs Filialen

Geht man von einem Umsatz von rund 3.000 Euro am Tag aus, sind drei Prozent am Tag 90 Euro. Das sind bei sechs geöffneten Tagen schon 2.160 Euro im Monat – rund 26.000 Euro im Jahr!

Und: Niemand weiß, wie lange die TVA falsch berechnet worden ist!

Fakt ist: Theoretisch kann jeder Kunde mit Kassenzettel in den Laden gehen – und feststellen, dass er zu viel Steuern bezahlt hat. Bei einem Einkauf von 100 Euro sind es drei Euro, die zurückwandern müssen.

Übrigens: Ganz offensichtlich war in der Kasse der französische Mehrwertsteuer-Satz einprogrammiert. In der Republik sind die nämlich gültig.

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    Serenissima, blöde Letzeburger

    Okaïdi ist immer noch in der Annahme das Luxemburg eben nur das département des forets ist in der großen Französischen Republik oder dem Empire Français, und dass deshalb ja die französischen MWST Sätze, pardon taux de TVA, angewandt werden müssen.....da aber Napoleon lange tot sist und wir zwar im Marienländchen noch immer seinen Code civil haben, heisst das aber lange noch nicht dass hier auch noch die französischen TVA force de loi hat...ha,ha....was sagt den die luxemburger Steuerverwaltung zu dieser Angelegenheit, da wäre doch ein "redressement" fällig...oder? es sei denn de minibus praetor non curat lex von seitens Herr Gramegna...in dieser Angelegenheit da er jetzt buhlt um Chef der Eurogruppe der EU Finanzminister zu werden ?

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    Linda

    Et get vill méi en schéinen Kannerbuttik op da gare! Mol guer net esou deier. An vill méi choix! And Qualitéit ass och ganz an da Reih. 

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    Claudy

    Ech hun jo nach ömmer gesoot dass eis Regierung eis gären wöll zu Fransousen maachen.Dofir géet all Schreiwes vun den Administratiounen nömmen nach op franséisch eraus.Egal op mir Letzebuerger sin an aal dobai.An wann mir naischt verstinn waat heiansdo do gesabbelt get ass hinnen och egal.An och dofir sin si jo esou géint eis Mammensprooch.Hun den Mueren nach een Reportage gesinn aus Japan,wann dir do wöllt schaffen oder éen Geschäft opmaachen musst dir japanesch können schwätzen.An wannn dir an Holland sid musst dir hollännesch können.An der Belsch ass do bei den flammänner och.Jhust vun der ganzer EU mussen mir praktesch mueres wann mir aus dem Haus gin esou ze soen eis Nationalitéit oofléen well den Gros vun den Frontalieren et einfach oofléent eis Sprooch ze léieren.An aleng dofir missten all déi Politiker déi esou géint eis Mammensprooch sin den Hut huelen an ni méi dierften op eng Löscht vir gewielt ze gin kommen.Ech mengen mir Letzebuerger hun am Krich grad esou gelidden wéi Frankraich oder d'Belsch.An dofir sollen mir et och esou maachen wé déi aaner Länner an eis Sprooch schwätzen.

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