18. August 2017

Kass-Jentgen: Der Nächste geht!

Das Geschäfte-Sterben geht weiter

Das ist ein mächtiger Schlag ins Kontor: Der nächste Händler verlässt Luxemburgs Innenstadt! Mit Kass-Jentgen kehrt ein Traditions-Geschäft der Grand Rue den Rücken. Grund: Die „Schere“ klafft so weit auseinander, dass nichts mehr geht. Auf der einen Seite steigen die Mieten rasant in exorbitante Höhe, während auf der anderen Seite immer weniger Kunden in die City kommen.

Mit Kass-Jentgen geht nicht nur ein alt-eingesessener Juwelier – damit verlieren vor allem die Angestellten ihre Jobs! Aber unternehmerisches Missgeschick kann man den Chefs der Bijouterie nicht vorwerfen. Für ihren 130-Quadratmeter-Shop waren 35.000 Euro Miete fällig.

DAFÜR MUSS EINE MENGE SCHMUCK VERKAUFT WERDEN!

Was Angst macht: Kass-Jentgen ist ein alteingesessenes Geschäft! Mit guten Produkten für die einheimische Kundschaft. Ein Geschäft für Luxemburgs Mittelschicht!

Aber die hat sich von der Innenstadt verabschiedet!

Vertrieben von Baustellen, Lärm, Dreck und Verkehrschaos.

Außerdem sitzt bei der Kundschaft das Geld längst nicht mehr so locker wie noch vor wenigen Jahren.

Dazu kommt: Das Angebot in der Hauptstadt ist längst nicht mehr auf den Luxemburger mit Durchschnitts-Einkommen zugeschnitten. Da ist „Schickimicki“ angesagt. Nobel-Boutiquen haben dort das Sagen.

Die sind aber nichts für die Kundschaft von Kass-Jentgen. Die ist mittlerweile an anderen Orten zuhause. Im Auchan und in der Belle Etoile. Dort werden die Geschäfte fortgeführt. 

Das zeigt: Das Konzept der hauptstädtischen City ist gescheitert. Dort muss dringend umgedacht werden. „Eine Stadt ohne Baustellen lebt nicht“, hat Lydie Polfer gesagt. Zu viele Baustellen auf einen Schlag schnüren der Stadt aber auch die Luft ab. Vor allem, wenn die ohnehin schon ziemlich dünn ist. Und die Edel-Boutiquen vertreiben mehr alte Kunden als neue angelockt werden.

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    Klaackert

    aplaaz ze jéimeren sollen se hir Präispolitik iwerdenken,mär sin hei net zu Dubai oder Monaco,daat göllt och vir d^Loyeren Dir Hären Gambia

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    svendorca

    Maroquinerie in der Rue Origer hat auch zu gemacht. War ein seriöser Geschäftsmann.

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    Madame vve Léondrée Anniesse

    Déi  blo a gréng Wischiwaschipolitik geet luess awer sëcher d'Baach an ! Déi äler blo Matanten an hir gréng Cousinen woren nët daat Giélt vum Ée ! Zesummen woren déi Blo an déi Gréng mat hiren Parteizaldooten d'Doudegriéwer vun der Stad Lëtzëbuerg ! 

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    De bloe Luussert

    Ëch brauch keng Stad Lëtzëbuerg fir méng Suen lass zë gin ! Well ët gin och nach méi schéin an souguer méi frëndlëch Akaafspkaatzen wéi Lëtzëbuerg mat an ouni Tram !

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    Elfriedchen

    @ LÉONDREE

    Nët nëmmen vun der stad mä vun der ganzer natioun

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    Linda

    Lo gin déi Supergeschäfter nach um boulevard Royal gebaut...... froen mech waat do ranplenert!?! An séier rem rausplenert well den Loyer net ze bezuelen ass! An d'Wunningen réicht!!! Do kritt een am Ausland eng Villa vir den Prais wou se hei en klengt Appartament froen! Mir sin geschwen schlemer matt den Praiser wéi zu Abudabi! Lo sin mir geschwen net méi Letzebuerg mee"Klengarabien"!! D'Burka ass jo schon deelweis alaabt! Ech akennen main letzebuerger Land net méi rem! Ons Ahnen an Urahnen dréien sech am Graf em! Onst Land get vaschandelt vun der heidecher Generatioun!

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