6. März 2017

Kaputtes Luxemburg

Der Kommentar der Woche

Unser Land geht langsam aber sicher zum Teufel! Dieses einst reichste Land der Erde (ohne Witz, das waren wir mal vor langer Zeit, vor allen arabischen Emiraten und sogar vor der Schweiz) ist durch seine politische Inzucht, den Größenwahn ALLER leitenden Politiker und die privaten Interessen derselben Leute so verhunzt worden, dass seine aktuelle Lage in ganz Europa seines gleichen sucht.

Das reichste Land der Welt? Sind wir seit Langem nicht mehr. Der Schuldenberg steigt und das Lebensniveau sinkt dramatisch. Ein Land, das 100.000 Euro an Beleuchtungsmasten entlang der Autobahn sparen muss oder Familien und Alleinerziehenden Geld abknöpft, gleitet in die Mittelosigkeit ab. Aber aktuelle Politiker aus der Gambia-Regierung faseln noch immer vom Luxemburger Durchschnittsverdiener mit 9.000 Euro monatlich. Was ja nicht unbedingt falsch ist, denn wenn einige Tausend Luxemburger Millionen verdienen, dann fällt die Unterbezahlung Hunderttausender anderer nicht mehr in die Waagschale.

Was uns zu den reichen Luxemburgern führt. Eine Mär! Sogar die offiziellen Stellen können nicht mehr verbergen, dass die Armut im Ländchen konstant steigt, dass immer mehr Familien (schätzungsweise 20.000) unter dem Existenzminimum leben müssen. Dafür wird aber die Schere zwischen Wenig-Verdienern und Großverdienern immer breiter, wird der Graben zwischen Reichen und Armen in Luxemburg immer größer.

Ein Land mit Lebensqualität? War einmal! Noch immer benutzen wir ein Verkehrssystem, das jahrzehntelang nicht erneuert, erweitert, ausgebaut wurde. Wir gehören heute zu den Ländern, in denen man am meisten Zeit in Staus verbringt. Und auch in Sachen Umwelt ist Luxemburg eine Katastrophe. Gehört neuerdings an den ersten Platz der Länder mit der am meisten vergifteten Luft. Parallel bricht unser Wohnungsmarkt zusammen. Häuser und Wohnungen, ob zum Kauf oder zur Miete, werden immer teurer, unerschwinglich. Luxemburger werden zu Tausenden zum Auswandern genötigt. Und kommen dann jeden Tag in den Staus zu ihrer Arbeit, wenn sie denn noch eine haben.

Denn die schönen Zeiten der Nicht-Arbeitslosigkeit sind vorbei. In den 70ger Jahren noch lachte man über Luxemburgs „statistischen“ Arbeitslosen. Da gab es effektiv Arbeit für (fast) alle, auf jeden Fall alle die, die arbeiten wollten. Und heute? Jongliert die Regierung mit gefälschten Arbeitslosenzahlen, schickt ihre ADEM-Kunden in sinnlose Maßnahmen (Beispiel: 24-Stunden-Französisch-Kurs für deutsche Arbeitslose), nur damit sie aus der verfluchten Arbeitslosen-Statistik herausgehalten werden können.

Bereichert wird diese Zahl natürlich auch durch den pubertären Traum eines friedvollen und „heile Welt“-Multikulti-Staates. Auch der Schuss geht voll daneben, wenn man heute feststellt, wie vehement die 80/20-Luxemburger dieses Multikulti ablehnen, das man ihnen aufzwingt. So wie sie immer mehr dieses vermaledeite Europa ablehnen, das zu einem großen Teil Schuld am Dahinsiechen dieses Landes hat. Ein Europa, das uns selbstverliebte und nur an ihre persönliche Karriere denkenden „Spitzenpolitiker“ eingebrockt haben, die die Interessen des Landes hinter ihre persönlichen stellten.

Jean Nicolas

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    Arbechter

    ...was kann, könnte man zu Ihrem Kommentar kommentieren, wo Sie Recht haben in Ihrem beschriebenen Gedankengang zur dem augenblicklichem "traurigen" politischem Werdegang im Grossherzogtum Luxemburg und in der gesamten europäischen Politik,...was hilft es zu jammern, wir alle Wähler dieser Politiker-artisten haben diese bewust gewählt für die verantwortliche korrekte Führung unserer Staaten, im Sinne des guten Vertrauens in den Weltfrieden und den erwirtschaften Geldkuchen in gerechte Teile an das Wählervolk zu verteilen so dass keine Armut oder asoziales Leben entstehen sollte...nun, Träume sind Schäume, wie wir das jetzt erfahren, die bittere Realität unseres Vertrauens an diese Hochstablerklasse und Narzissenpolitiker...,etwas zynische Fragestellung für die luxemburgische Wahlbürger...sollten wir nicht alle zuerst wieder in die Kirche beten gehen, unsere Sünden dem Pfarrer beichten, damit man verziehen krit,(von wem auch immer) - ein/zwei,oder ne Flächen Glas vom "Blute Christi" ein ausgesprochener guter Rotwein sich genehmigen sollte, und dann die christliche Beratung bekommt, einer christlichen nahestehender Partei sein Vertrauen zu schenken, damit alles wieder seine politische Ordnungsführung bekommt, usw und sofort...,sind wir "Europäer" wirklich schon soweit der "Wisky- Suff- und Hurenpolitik" wie einst beschrieben in Sodomar angelangt,...na dann zum Wohle ihr Teufelsvolk der Unverbesserlichen und ein Prost auf unser Politikwesen

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    Serenissima

    Das Hauptproblem scheint die sogenannten Politiker Elite Gesellschaft zu sein die sich ja nur bereichert d.h die Steuereinnahmen des Staates als ein Selbstbedienungsladen verstehen um sich zu bereichern und sich Pfründe, Verwaltungsratsmandate, Steuervergünstigungen usw in die Tache zu stecken während die Spanne zwischen arm und reich in der Bevölkerung immer größer wird...

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    Karl

    Heiansdo schwaetzen dei plaakeg Zuelen Baenner. Letzebuerg huet ca 570 dausend Awunner, tendenz steigend. Eng enorm steigerung an den leschten 10-15 joer. Eng Steigerung dei duerch Zouwanderung zu staane kennt, eis Fraen wellen och keng sechs Kanner wei aaner och. Et schaffen awer nemmen ca 200 dausend Leit.. De rescht dei schaffen sin Leit aus der Grenzregioun. Dat bedeit dass dausenden an dausenden vu Leit hei hinner kommen net fir schweier ze schaffen.. An firwaat kommen se heihinner? Well se wessen dass een hei bezuelt gett fir neischt oder fir Kanner ze maachen! Oder fir sech kureiren ze loosse dat ass och gratis... Fir de Moment geht dat op well jo ca 200k frontalieren beitraeg bezuehlen vun deenen se praktesch neischt hun. Mais t' Atmosphaer ass schlecht dat spiert een... Dat alles kascht Milliarden an wiesst exponentiel! Fir mech mussen se ophaalen mat daer assistanat politik, net nemme Gambia mais Csv huet do och gutt gewerkelt. Ophaale mat dem bezuehlen vu neischt maachen an zereck zu der politik vun den 60/70/80 joeren. Ween schafft gett belount ween net, dee loosen mer net stierwen mais en soll et net besser hun wei deen de schafft! 

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