19. März 2017

Juncker in „Bild“: Vom Vater, dem Bruder und seinem Eheversprechen mit der EU

„Wäre ich nicht Luxemburger, würde ich auf die Kleinstaaterei schimpfen."

Bild“ hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker interviewt. Zum 60. Geburtstag der Römischen Verträge. Und Juncker hat in seiner typischen Art geantwortet. Mal ernst, oft mehr oder weniger witzig, manchmal verträumt. Hier einige seiner Kernaussagen.

 

-Wenn ich sehe, was in diesen 60 Jahren zustande gebracht wurde, ist mir schon zum Feiern zumute“.

 

-„Wer angesichts dieser Entwicklung glaubt, man könne Europa wieder in seine Einzelteile zerlegen, der hat nichts verstanden. Wäre ich nicht Luxemburger, würde ich auf diese Kleinstaaterei schimpfen."

 

-„Mein Heimatland Luxemburg war von den Nazis besetzt. Mein Vater und drei seiner Brüder wurden von der Wehrmacht zwangsrekrutiert“.

 

-„Der Türkei-Beitritt wird nicht am mangelnden Willen der EU-Mitglieder scheitern, sondern an der Lustlosigkeit der Türken, europäische Standards einzuführen.“

 

-„Wenn die deutschen Behörden deutsches und europäisches Recht umsetzen und Menschen ohne Asylanspruch zurückschicken, kann ich darin keine Abkehr von europäischen Werten erkennen.“

 

-Es wird keine weiteren Austritte geben.“ Am Beispiel Großbritannien werden alle sehen, dass es sich nicht lohnt, auszutreten. Im Gegenteil: Die übrigen Mitgliedsstaaten werden sich darüber neu ineinander verlieben und das Eheversprechen mit der Europäischen Union erneuern.“

 

 

HIER GEHT'S ZUM VOLLSTÄNDIGEN "BILD"-INTERVIEW MIT JUNCKER

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