3. August 2017

Google-Datenzentrum: Regierung setzt sich über Umweltgesetz hinweg

Vorschriften gelten plötzlich nicht mehr

„Was für eine Sauerei“, schimpfen Kommunalpolitiker landauf und landab. „Wenn die Regierung sagt, es wird jetzt gemacht, dann wird es einfach so gemacht! Da hält sich keiner an Gesetze und Vorschriften!“ Gemeint ist das neue Google-Datenzentrum in Bissen, an der nahegelegenen Industriezone „Kléngbousbierg“. Der US-Gigant drängt, endlich grünes Licht für den Bau zu bekommen. Und Wirtschaftsminister Etienne Schneider drückt deshalb mächtig auf die Tube und umgeht Vorschriften! 

Was viele Kommunalpolitiker in Luxemburg so erzürnt: Ein Großteil des Areals liegt in einer Grünzone. Im allgemeinen Bebauungsplan muss das Gebiet deshalb in ein Gewerbegebiet umklassiert werden. „Jede Gemeinde muss bei einem solchen Vorhaben eine Strategische Umweltprüfung durchführen, um die Umweltauswirkungen dieses Plans zu belegen. Und die dauert in der Regel mehr als ein Jahr“, so ein Kommunalpolitiker. „Das kostet jede Kommune viel Zeit und Geld.“ Doch das scheint im Fall von Google plötzlich keine Rolle zu spielen. Denn die Zeit drängt!

Zur Erklärung: Bei der Umweltprüfung wird auch eine Bewertung des Ist-Zustandes des Geländes angefertigt. Jeder Stein wird umgedreht, jede Blume katalogisiert und jedes noch so kleine Tier erfasst. Das kostet Zeit. „Bei vielen kommunalen Projekten ist Zeit ebenfalls ein entscheidender Faktor. Aber da drängt die Regierung auf Einhaltung der Vorschriften. Nur wenn die Regierung selber plant, ist das plötzlich unwichtig“, so ein Kommunalpolitiker.

„Und wehe man findet auf dem Gelände geschützte Tiere oder Pflanzen. 

Fledermaus, Feldhamster oder Lurch haben schon ganze Projekte gestoppt.“ Ein Horror für jeden Bürgermeister! Denn jeder Baustopp kostet Geld. „Im schlimmsten Fall wird nichts aus dem Projekt. Dann bleibt man auf den Planungskosten sitzen und fängt von vorne an.“

Doch damit hat Etienne Schneider offenbar nichts am Hut. Beim neuen Google-Datenzentrum soll alles möglichst schnell gehen. Der Bebauungsplan der Gemeinde Bissen ist bereits geändert. Der allgemeine Bebauungsplan soll jetzt folgen – offensichtlich ohne Strategische Umweltprüfung!

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    Claudy

    Ma hutt dir dann eppes aaneschter vun déer doten Regierung erwaard?Esou wéi se d'Bierger mam

    Waalgesetz iwwergin esou iwwergin se alles.Genée wéi ech schon geschriwwen hun si béien d'Gesetzer esou bis et hinnen an den Krom passt.Daat war esou mam Tram,matt der Kierch an dem Reliounsunterrecht,an an an.Bis déi nächst Waalen hun déi doten esou vill hei zu Letzebuerg verschass an futti gemaach dass déi nächst Regierung nach laang un déenen Sauereien muss kniwwelen bis et nées richteg géet.

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    Franz

    Ma ëch hoffen dass deen Deal mat Google näischt gëtt an och soss international Betribber sëch nëtt méi an dem Nörgler Land hei néierlossen.Déi sollen sëch just hanner der Grënz nidderloossen.D'CSV soll sëch no 2018 och nëmmen nëtt ënnerstoen auslännesch Firmen mat Steiergeschenken unzelackelen,sou wéi si et fréier gemaach hunn.D'EU soll och mol endlich hir sämtlech Institutiounen vum Kirchbierg ewëch op Bréissel , op Stroossbuerg an op Frankfurt huelen.

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    Alibaba

    Do.kann.enn.memmen.soen.Gebeicht.komnizert.an. Erschoss.l

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    Marc s.

    Also wann een de Prestige GOOGLE kuckt verstinn ech de Staat, mee wann een mol Arbegtsplaatzen kuckt.....Do geseit een Saach erem anerschters. Wann mol geng Kloer gesoot ginn. "Lokal first". Daat heescht fir deischt Chomeuren an Landsleit astellen dei hei am Land wunnen an Steieren bezuelen an Akaafen, an dann reicht den Recht. Nach mei Frontaliers an co brauch keen. Mee vun Gambia kann een net mei erwaarden. Wann et em hier Interessen geht oder hinnen besser passt, dann steieren Gesetzer an Bestemmungen wei Naturschutz an Bebauungsplang asw nemmen. Get Zeit, deck Zeit dass GAMBIA verschwend. Hoffen LSAP kritt och eng ferm mat a land op der Opositiounsbänk. Am beschten och geschloss als Gambia.....LOL.

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    Nomi

    Waat ech um Site Bissen net verstinn, ass datt do keng Meiglechkeet besteht fir di Oofhetzt ze verwenden dei' bei deenen villen Komputer entsteht. Oder vergreisse mer di Gro'usswaescherei vun der PEDUS?

     

    Oder nomm Prinzip: Mat Elektresch ginn dKomputer bedriwen, an dei' machen Hetzt, vill Hetzt, ganz vill Hetzt dei' mer an d'Luut oofloossen ??

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    Jos

    @Franz: sorry aber dümmer geht es nicht mehr was Sie da schreiben! Wo bleibt der Herr Bausch als grüner Selbstdarsteller! Es war genug Zeit sich mit dem Thema Google zu beschäftigen! Gambia schmeißt das Geld nur so aus dem Fenster, darum wird sich über alle Gesetzer hinwegsetztt, denn Goggle wird Geld in die Staatskasse bringen, so meint man, Geld das man später braucht um für die Dummheiten der jetzigen Regierung zu zahlen!

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    Alibaba

    Watt.mecht.timascheko vun der nonnemillen dann dergent.

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    svendorca

    @ Franz,...alles was Sie sich so wünschen, nicht vergessen die Banker, weg damit. Dann werden vielleicht die Mieten billiger und zum Schluss werden auch noch die Pensionen gekürzt. Dann können Sie aber nicht mehr zu den Kanaren. Habe heute gelesen dass der Tourismus viel teurer wird, und Touristen unerwünscht sind.

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    Serenissima/blöden Letzeburger

    Klartext ist dass diese Vorgehensweise d.h. die Strategische Umweltprüfung nicht durchführen, vor einem Verwaltungsgericht jederzeit gekippt werden kann und dass das Ganze auch noch vor dem EU Gerichtshof landen könnte weil diese vorgeschriebene Studie auf EU Vorschriften beruht ....aber die Ansiedlung von Industriebetrieben in unserem Lande ist grundsätzlich aber doch zu begrüßen...oder? Aber eine Impakt/Umweltstudie muss zwingend gemacht werden.....so geht es nicht Etienne dans la lune, RR fahrender Caviar Sozialist, coeur à gauche-portefeuille à droite; was sagt den da unser Lutepoteau's umsägender Obergrünspecht Bausche dazu..? Die Grünen verlieren ja das Wenige an Glaubwürdigkeit dass ihnen noch bleibt wenn die das gestatten...

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    Franz

    svendorca, Et sinn nëtt all Touristen dovunner betraff sondern nëmmen ëng bestëmmtem Zort déi nëtt wëllkomm sinn.Ech mëngen ëch kann nach op d'Kanaren fléien wann vill aaner daat nëtt méi kënnen,och wann de Wiseler mir mëng Pensioun sollt kiirzen.Dann gëtt hei nach seier zum aktuelle Präis verkaaft är d'Präisser vun den Haiser hei faalen an mir ginn ganz op d'Kanaren wunnen.

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    svendorca

    @ Franz, haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht wenn Sie krank werden, wie das denn so abläuft, ob Sie dann wenn eine Operation bevor steht nicht immer nach Luxemburg zurück kommen müssen, welche Dokumente man im Vorfeld benötigt etc. Glaube nicht dass Spanien das übernimmt, denn Sie haben ja nie da gearbeitet, und die Karte " Seguridad Social " kriegt man auch nicht so einfach, und bei einem Ausländer will man Cash haben, außer sie wären im Arbeitsverhältnis. Dieser Schritt sollte gut überlegt sein.

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