18. Dezember 2016

Die Träume des Xavier Bettel

Sind die Luxemburger wirklich noch „nicht mit ihm fertig“?

Bettel ist zufrieden mit sich selbst. Das war er noch immer. Wenn man die Realität verdrängt, wie es der Premier gestern in einem Rundfunkinterview tat, dann sieht man nur noch das, was einst Wunschdenken war und bemerkt nicht mehr, dass man eigentlich komplett nackt vor dem Volk steht. Nur Bettel sieht sich noch in des Kaisers Kleider und dementsprechend zweifelt er nicht daran, dass er auch über die kommenden Wahlen hinaus Regierungschef bleiben wird.  Mit dieser Aussage unterstreicht Bettel, dass er in seiner Schickimicki-Welt gar nicht hört, was das Volk ihm zu sagen hat, wie es murrt und knurrt und ihn und sein Team eigentlich mehrheitlich zum Teufel wünscht.

Bettel ist „voll motiviert“ um weiterzumachen. Stimmt todsicher und Bettel ist bestimmt auch ehrlich bei der Aussage. Nur: es liegen Welten zwischen seiner Motivation und die der Wähler. Aber Bettel scheint dies nicht zu merken…

Bettel betont immer wieder, dass es dem Land besser geht. Das sieht die grosse Mehrheit der Luxemburger nicht so. Die Kreise, in denen Bettel sich bewegt, geben ihm wahrscheinlich Recht. Aber die grosse Masse der Bevölkerung kämpft mit und gegen Probleme, die Bettel nicht gelöst hat, sondern durch seine Schönrederei verschlimmert.

Bettel meint, dass wir heuer besser da stehen als vor seinem Amtsantritt. Er spricht von guten Arbeitslosenzahlen und dabei weiss inzwischen jedes Kind, wie beflissen diese Zahlen durch Hin- und Hergeschiebe von Arbeitslosen in künstliche Massnahmen und durch andere Tricks manipuliert werden. Er spricht von gutem Wachstum und weiss ganz genau, dass, wenn es Erholung gibt, die durch Faktoren bestimmt wird, die nichts mit Gambia zu tun haben.

„Ich bin noch nicht fertig“, sagt Bettel. Ob er allerdings ein ebenso gutes Wahlresultat 2018 verzeichnen kann, wie der FC Bayern-Präsident Uli Hoeness 2016, der einst tönte: „Das war’s noch nicht!“, ist mehr als zweifelhaft. Das Überraschungsmanöver von 2013 lässt sich nicht wiederholen.

Beängstigend ist allerdings, dass es so aussieht, als glaube Bettel wirklich an das, was er gestern erzählt hat. Und das macht ihn und seine Politik gefährlich!

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    Nomi

    Wellt heen vlaicht President vun der Republik Letzeburg ginn. De Bodry huet et ugedeit ! Do kritt heen awer ee Strech durch seng Rechnung gemeet !

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    Paul

    Den Här Bettel ass e mega Showmaster, wat jo och OK wär, wier hien nëmmen net sou "Selbsverliebt"! Dem Land soll et besser goen, ass hien da wierklech sou doof, mengt hien da wierklech, dass e mat gefakte Statistiken Leit fir domm verkafe kann! Onméiglech sou eppes!

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    Quoideneufdocteur

    @Nomi

    Wann daat mat dër Republik géif klappen,

    da géif hiën Präsident vun där Bananne-Republik gin, déi hiën geschaafen huët.

    Am Eescht !

    Dën Interview vu gëschter um regierungssäitëgen Sproochrouer RTL wor ganz schwéier ze ërdroën.

    Dën XB huët ërëm maschinnegewiehrméissëg geschwaat, an all véiert Wuert wor ë franséischën Ausdrock.

    Inhaltlëch wor hiën a sénger perséinlëcher Draamwelt.

    De Vull oofgeschoss haat zum Schluss vum Interview awer dë Speaker Roy Grotz.

    Mat sënger Bemierkung datt se ëlo mol géifen ë gudde Patt huële goën, huët hiën bewisen, datt daat Ganzt virbëreet wor, Froën wéi Äntwërten.

    Dën intëresséiertë Bierger ass ërëm eng Kéier vum Regierungssender fir domm verkaaft gin.

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    aloyse dutz boultgen

    wad republik uged dei hu mir schon der gambia hir bananen republik ech mengen dorun zweifelt ken mei. a wird ged dann bei de nächsten wahlen dei helden do nah eng keier zereck wiehlen?

    bettels bausch braz a co, dei sinn net tragbar nach ned e mol an enger bannanen republick

     

     

     

     

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    Linda

    Ech wenschen mir datt den Här Bettel rem Biergermeeschter get. Do huet heen villen gehollef. 

    Den Moment ass net een vun deenen Hären an Dammen wou eppes ze weisen huet! Mir kleng Bierger gin iwerrullt ! Keen interesséiert ons Probleemer! Dréit sech alles bei deenen em hir grouss Chantiéen, Radaren, Steieraliechterungen.... vir ween? Pensiounen gin geschrumpft, Alters an Pflegeheimer kenen just nach raicher sech leeschten!   Ech gesin vill negatives! Net vill positives! 

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    Gambist

    @ Här Bettel,

    Dir wart een guden Biergermeschter, do hud dir konnten den Leit op der Strooss nolauschtern an selwer direkt reagéieren. Als Premier sid Dir net direkt gewielt gin, Dir hud Iech selwer zum Premier gemach indems Dir eng 3er-Koaltioun geschmeltz hud, déi esou net gewielt gouf. Ass Demokratie ok. Mee nach 1x gelengt Iech daat net. Elo mat der "Strenz" (wéi Dir CSV emmer kritiséiert hud) och selwer Suen ze verdeelen déi Dir 2 Joer laang gespuert hud, also eis erem gid wat dir bei eis ugespuert haat, rett Iech net. 80% beim Referendum war een Vote-Sanction. Mee hei am Land huet daat keen Koalitiouns-Politiker interesséiert duerno. Also Rdv 2018.

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    Fred REienertz Barriera

    Eine Megalomania ersten Ranges was Herr Bettel da hingelegt hat......weiter so und in 2 Jahrn dann ist es aus mit dem Gambia-Zirkus; die Clowns müssen sich abschminken, die Zelte werden abgebrochen und der Zirkus zieht ab......

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    michel

    Här Bettel ass Bettel: ech gesin vill negatives! Net vill positives!

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    Jean-Marc

    Trickkiste bleibt Trickkiste! Es bedarf keiner einstigen und jetzigen schmierigen Anwälte.

    Der normale Bürger wird auch bei den nächsten Wahlen wieder dumm aus der Wäsche

    schauen.  

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