25. Dezember 2016

Die freche Lüge des Xavier Bettel

„Ich will nicht in eine Regierung gehen.“ Den Satz will er jetzt nicht so gesagt haben

Das hatte es in sich: „Background am Gespréich“ – die RTL-Radio-Sendung. Zu Gast am am 17. Dezember: Premier Xavier Bettel. Haupt-Aussage: Aus Luxemburg kommen gute Nachrichten. Land und Leute stehen angeblich besser da wie zuvor. Kurzum: Der Premier hat seine üblichen Phrasen gedroschen. Aber sowohl er als auch Radio-Mann Roy Grotz haben echte Böcke geschossen. Und die sind für beide unverzeihlich.

Spätestens kurz vor Schluss der langen Sendung hätte es nochmal knallen müssen! Denn da wurde ein RTL-Zuhörer ins Studio geschaltet, der Klartext vom Staatsminister hören wollte: Wie geht es weiter nach den Wahlen? Gehen sie zurück auf die Oppositionsbank, oder ist Ihnen das dann nicht mehr gut genug? Und er hatte Bettel daran erinnert: Vor der Chamber-Wahl hatten Sie gesagt, dass sie nicht in eine Regierung gehen würden. Frech, provozierend, geradeaus! So hätte man den Journalisten gerne gehört.

Die Antwort des Premiers? War ein klassisches Ausweichen! Bettel gab sich davon überzeugt, als Wahlsieger aus der Wahl hervorzugehen. Und genau deshalb seinen Job zu behalten.

Das war aber gar nicht die Frage des Zuhörers.

Außerdem hat Bettel gezeigt, dass er ein gehörig verzerrtes Erinnerungsvermögen hat. Es sei richtig, dass er gesagt habe, dass er nicht in eine Regierung gehen werde. Allerdings will er damals hinzugefügt haben: „… es sei denn, ich kann eine Regierung bilden!“

Das ist falsch! Den Satz hat Bettel nicht gesagt, als Frank Kuffer ihn interviewt hat! Im Gegenteil! Kuffer hat mehrfach nachgefragt. Bettel hat damals wörtlich gesagt: „Ich will nicht in eine Regierung gehen. Ich bin nicht Spitzenkandidat, um in eine Regierung zu gehen. Ich will 2017, also ich hätte es gerne, wir haben auch Statuten und Sektionen, ich hätte gerne, dass die DP, die Sektion, und unsere Mitglieder im Gemeinderat mir das Vertrauen schenken, 2017 Spitzenkandidat zu sein – hier in der Stadt für die Gemeindewahlen.“ Genauso abgehackt hat Bettel es gesagt.

Der angebliche Zusatz ist frei erfunden! Erst hat er gelogen, als er behauptet hat, nie in eine Regierung zu gehen. Und als er von einem Luxemburger zur Rede gestellt wird, hat er noch einmal gelogen – in dem er diesen zusätzlichen Halbsatz erfunden hat.

Den traurigen Höhepunkt der Sendung hat aber Roy Grotz geliefert. Das Letzte, was er in dieser Sendung ins Mikrofon gesagt hat? „Do gin mir e Patt huelen, zesummen!“

Das zeigt die katastrophale Zusammenarbeit zwischen RTL-Mann und Premier. Es gibt keine Distanz. Der gemeinsame Patt wird sogar öffentlich angekündigt. Spätestens da muss jedem Zuhörer klar sein: Kritische Fragen kann es in diesem Sendeformat nicht geben.

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    Serenissima

    "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht..." huet eisen Här Lehrer ons emmer gesot an der Schul, hien woor e feine Mann...den Här Bettel awer, dat ass eng Laus, hätte mer deemols gesoot....haut wiele mer hien net meih an zwee Joer...

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    Jean-Marc

    Wie konnten wir bloß so doof sein und auf diesen Lackaffen und Heuchler 

    hereinfallen!? Mittlerweile wird an der Abschußrampe kräftig konstruiert.

    Hallelujah!

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    Quoideneufdocteur

    Ëch sin iwwrëgëns nach ëmmer dër Meenung datt dë Wiëlerwëllen nëtt respektéiert gouf, an datt dën XB sëch a sëng Leit politësch un d'Muecht geputscht huët.

    A wann hiën daat 100 Mol ofstreit !

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    Xavier

    Wer so dumm ist zu glauben er sei Wahlsieger obwohl die CSV mehr Stimmen bekam, ist auch dumm genug das Land fünf weitere Jahre kaputt zu machen.

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    Paul

    Dë Bettel huet an deem INTERVIEV mam Här Frank Kuffer virun de Wahlen WUERTWIERTLECH gesoot: Egal wéi d'Wahlen géifen ausgoen,hien géif nët an eng Regierung goen,sondern BUERGERMEESCHTER VUN DER STAAT LËTZEBUERG BLEIWEN !!!! Ech hun deen INTERVIEV, wou de Bettel dat zum Här Frank Kuffer gesoot huet .... Politiker LÉIEN alleguerten dass DUNNEN sech béien !!! Mir waren nach nët bei dën Wahlurnen,dunn haaten Sozialisten an DP dat Spill schon ënnert sech ausgemeet. Ech hun och ee Buch, dat no de Wahlen eraus komm ass,wou alles drasteet, wéi dat gedeikselt ginn!!!! Lügen haben kurze Beinen....déi missten d'Politiker all mat Dackelsbeen dorrueschter laafen... !! Dréi Politiker kommen virun ee Spigel,deen all Persoun verschléckt deen virum Spigel eng Liegen vun sech gët;Den éischten seet;" Ech verspriechen,an deenen nächsten Joeër ,méi fir dën Schoulsystem ze maachen,*Flupp*- fort ass hien.Deen nächsten seet;"Ech verspriechen mëch méi fir d'Vollek anzesetzen" * Flupp *- fort ass hien.Dee leschten ass de Bettel. Hien seet . " Ech verspriechen.....*Flupp*- fort ass hien. Esou ee Spigel misst ët wiirklech ginn.... da géif dat mool ophaalen fir d'Bierger ze beléien !!!!

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    Ronny

    Wat ech net verstinn, an och nie wärt verstoen: Wéi kann en sech selwer an all déi aner Leit esou beléi'en, nëmmen fir 5 Joer laang am "Rampenlicht" därfen ze stoen. Do muss é schon en extremen Perséinlechkeetskomplex hun, wann en dat néideg huet. Wat denkt dé Mann, wann hien sech mueres am Spigel gesäit ? Oder kuckt hien léiwer net méi dran ? Wéi steht hien bei senger Famill, sengem Partner, bei sengen Frënn ? Gleewt irgendwen him nach eppes ? Kann en je nees emol esou enger Persoun trauen ?

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