10. April 2017

Das perfide System

Der Kommentar der Woche

Was passiert mit uns, den total normalen Bürgern in Europa und ganz speziell in Luxemburg? Wir werden in einer besorgniserregenden Geschwindigkeit entmündigt und überwacht: Kameras an allen Ecken und Enden (natürlich um die Kriminalität, die nie so hoch war, wie jetzt, zu bekämpfen), Totalkontrolle unserer Bewegungen über unser liebstes Kind, das Handy (natürlich um den Terrorismus zu bekämpfen, dessen Anzahl an Attentaten in unserem westlichen Europa trotzdem steigend ist), Grenzkontrollen in einem weiten Radius um die Grenzen herum (die es bekanntlich nicht mehr gibt), usw., usf.

Aber das mit dem gläsernen Bürger ist diesen Verrückten, die uns hier im Land und in der EU manipulieren, noch nicht genug. Sie haben es vor allem auf unser Geld abgesehen. 500 Euroscheine werden abgeschafft (natürlich, um den Drogenbarons und den Geldwäschern das Leben schwer zu machen), Bargeld darf man nur noch in beschränktem Maße mit sich tragen (womit man bestimmt die großen Geldwaschaktionen großer Konzerne nicht verhindern kann), Banken akzeptieren nur noch geringe Summen an Bargeld und zahlen so gut wie keines mehr aus, das Ganze mit dem einzigen Ziel, die totale Kontrolle über unsere Ausgaben und unsere Einnahmen zu bekommen. Dies hilft einerseits den vom Staat geretteten Banken, wenn sie mal wieder eine Krise wie die aus 2008 zu verantworten haben, und dies hilft dem Staat und seinem Steueramt. Den Banken, weil sie, auch wenn ihre Kassen sowieso leer sind, uns kein Geld mehr rausgeben müssen, wenn wir besorgt vor ihrer Tür stehen. Sie können so Geschäfte ohne Rücklagen mit unserem Geld machen, und wenn sie sich verzocken, können sie praktisch nicht mehr Pleite gehen, um es mal vereinfacht darzustellen.

Aber es kommt noch schlimmer: Wir können also (fast) kein flüssiges Geld mehr abheben (Wir müssen ja Bandenkriminalität, Drogenhandel und Terrorismus bekämpfen) und alle Bezahlungen laufen praktisch über die Bank. Was dieser erlaubt, weitaus mehr Gebühren aus Transaktionen zu kassieren als vorher. Denn jetzt MUSS man Überweisungen tätigen! Und wenn man kleinere Geldsummen braucht, kann die Bank, auch am Automaten, dafür eine Gebühr kassieren. Die deutschen Sparkassen haben vorgelegt. Luxemburg wird früher oder später nachziehen.

Zweiter Profiteur dieses neuen Geldsystems: Der Staat mit seinem  Steueramt. Vor allem ganz normale Bürger und Kleinbetriebe werden jetzt „bestraft“. Wenn kein Bargeld mehr fließt, gibt es auch keine Möglichkeit mehr, kleinere Summen in Restaurants, in Geschäften, aber auch beim Privatmann, an der Steuer vorbei zu zahlen oder zu kassieren. Der klamme Staat, der Geld in verrückte Projekte oder Auslandshilfe steckt – wohlverstanden: Geld, das er nicht hat – kann jetzt jeden bis auf den letzten Cent besteuern und abkassieren. Und falls der Schuldner nicht zeitig zahlt oder bestreitet (zahlen muss man auch, trotz umstrittenem Betrag), kann das Finanzamt in aller Ruhe das Geld der Firma, der Privatperson, pfänden. Es steht ja fast alles auf dem Bankkonto.

Ein perfektes und perfides System wird installiert. Zum Nachteil der arbeitenden Bevölkerung und zur Finanzierung der Wahnvorstellungen und der Karrieren unserer Politiker.

Und wir? Lassen uns abschröpfen, ausbeuten und versklaven. Ohne aufzumucken. Wie sagte einst Charles de Gaulle über seine Landsleute: „Sie sind Kälber. (…) Es geschieht ihnen recht!“

Jean Nicolas

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    svendorca

    mein Bild von Luxemburg bestätigt sich immer mehr, außen "hui-innen pfui".

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    Den Esel vun dikerech

    Warr schon. Bei den Römer e soue das gutt dass dei. Off zoker. Och futti Gienn

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    Filipe Marques

    Ist es nicht so dass falls man weniger als 10 euros in der Tasche hat dass man eine Anzeige wegen vagabondage riskiert?

     

     

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    Karl der geschroepfte

    Ech faerten Dir hutt Recht. Mer hun en hannen dran... Fir all dei dei geduecht haaten dass wann se geifen andaechteg, serioes schaffe dass se dann ee rouhegt Liewen haetten, gin se elo besseres beleiert. Aarbescht geht deenen net duer! Sie wellen deng Haut! Wei huet den Barbaren Kinneg zu den Reimer gesoot dei en besiegt haat? Vae Victis ! Wehe den besiegten.

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