7. Februar 2017

BIL-Überfall: Opfer-Anwalt soll mit Tätern gemeinsame Sache gemacht haben

Jetzt sitzt der Jurist in U-Haft

Luxemburgs Polizei hat zugeschlagen – und einen ersten Verdächtigen nach dem Überfall auf dem BIL-Parkplatz in der Hauptstadt in U-Haft gesteckt. Ausgerechnet ein Mann, der zuerst auf der Opferseite des brutalen Überfalls stand: Der Luxemburger Anwalt, der gemeinsam mit seinem Kunden unterwegs zur Bank war. Und der laut ersten Ermittlungsergebnissen, das Treffen in der Bank organisiert hatte.

Verraten hat sich der Jurist durch sein eigentümliches Benehmen. Zum Beispiel hat er viel zu ungenaue Angaben gemacht: Über die Täterbeschreibung. Über den Ablauf. Dabei hatte er doch alles gesehen. Hat genau verfolgen können, was durch wen vorgegangen ist!

Klar, dass die Polizisten da hellhörig geworden sind! Und haben das Beziehungsgeflecht des Luxemburger Anwalts unter die Lupe genommen. Dabei haben sie festgestellt: Der Anwalt hatte Kontakte zu Kreisen, die dazu in der Lage sind, so einen brutalen Überfall durchzuziehen.

Geklickt haben die Handschellen am Montag! Da waren sich die Ermittler so sicher über die Tatbeteiligung des Juristen, dass sie ihn „einkassiert“ haben.

Denn der Anwalt hat sich selbst verdächtig gemacht. Er war über alles informiert! Wusste über den Tag und die genaue Uhrzeit Bescheid, zu der sein Mandant mit der Giga-Summe von 1,3 Millionen Euro in der Bank erscheinen sollte.

Über den Deal mit der Bank – denn dass dort so viel Bargeld ankommt, ist schon lange nicht mehr alltägliches Geschäft. Er hatte den Termin und das Beratungsgespräch ausgehandelt. Aber auch die Räuberbande bestellt!

Dann auf dem Parkplatz: Als die beiden angekommen waren, hat der Mann, der mittlerweile in U-Haft sitzt, sich vom Auto entfernt, um zu telefonieren. Und so seinen Mandanten allein beim Wagen zurückgelassen.

Genau jetzt kamen die Gangster an! Haben den Anwalt bedroht und sich dem Opfer zugewandt, haben den Mann brutal niedergeschlagen und den Geldkoffer geklaut!

Auch für den festgenommenen Anwalt gilt die Unschuldsvermutung.

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    Fred reinertz Barriera

    Auch unter den Anwälten wir wir ja schon lange wissen, gibt es auch schwarze Schafe.......und sogar Kriminelle.....

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    alibaba.

    reinertz.

    pass.opp.soss.kriss.de.maul.korpp.verpasst.

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    Nomi

    Alibaba: Mach deng Punkten mol teschend de Wieder weg !!!! Dann gett dein Text och liesbar !

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    de Gauner

    ...jo jo Fred, und Weinnachten scheint der weinachtsnordstern...

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    Prum François

    Bestëmmt en einfachen Irrtum?!

    Et handelt sech NET ëm en Affekot vu Lëtzebuerg.

    François Prum

    Anmerkung der Redaktion: François Prum ist Bâtonnier de l’Ordre des avocats du Barreau de Luxembourg

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    jean-paul

    Maître François Prum, mon dieu dat berouegt mech, dass et glécklecherweis keen Lëtzebuerger Affekot ass

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    Quoideneufdocteur

    Irgendwie war mir sofort klar, dass an dem Modus Operandi etwas faul war, und dass es einen Mitwisser und Kommanditor gab.

    Baseballschläger sind übrigens eine beliebte Waffe bei Balkankriminellen.

    Was die Summe von 1,3 Millionen anbetrifft, so sind solche -unauffälligen- Transporte keine Seltenheit.

    Trotzdem würde es mich interessieren, um was für Geld es sich gehandelt hat.

    War es Schwarzgeld, Drogengeld oder sonstiges -dreckiges- Geld.

    Die BIL-Verantwortlichen dürften dies wohl wissen.

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    marci

    @quoideneufdocteur

    Auch wenn man sein sauberes Geld abheben will winden sich die Banken.

    Bei meiner Anfrage eine grössere Summe in bar abzuheben sagte mir der Berater, ich dürfte dann aber nicht damit rechnen das Geld "wiederbringen" zu können.

    Unglaublich aber wahr!

    Ich glaube einen solchen Vorgang nennt man doch Erpressung oder Nötigung, oder?

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