2. Januar 2017

Attentate, Terror und Vergewaltigungen im Ausland? Ist Luxemburg egal!

„Wir beziehen uns nicht auf Ereignisse aus dem Ausland, sondern analysieren die Lage auf Basis von nationalen Angaben und passen die Einsatzmittel entsprechend an"

Es ist eine Aussage, die erschreckt. Vielleicht sogar eine erschreckende Aussage! Allein schon der Titel in der institutionellen Presse hat es in sich: „Luxemburg feiert gelassen, Deutschland sichert ab“. Es geht um die schlimmen Vorkommnisse in der vorletzten Silvesternacht in Köln (und auch anderswo in Deutschland und Europa), in der feiernde Frauen massiv vor allem von nordafrikanischen Männergruppen sexuell belästigt wurden (und mehr).

„Wir beziehen uns nicht auf Ereignisse aus dem Ausland, sondern analysieren die Lage auf Basis von nationalen Angaben und passen die Einsatzmittel entsprechend an“, sagt eine Sprecherin der Luxemburger Polizei. Und solch eine Aussage macht Angst. Sie bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass unsere Polizei keine Vorkehrungen gegen mögliche Ereignisse trifft, die noch nicht im Land passiert oder wenigstens angesagt waren und sind? Was in Köln passierte, kann also nicht in Luxemburg vorkommen? Solche Männer oder Männergruppen können nicht in Luxemburg aktiv werden? Wohl, weil Köln am anderen Ende der Welt liegt…

Es ist durchaus vertretbar, die Lage auch auf Basis nationaler Angaben zu analysieren. Aber das Wort „auch“ ist wichtig. Und wenn im benachbarten Ausland sich bereits eine solche Form der Kriminalität entwickelt hat, dann sollte man dies auch in Luxemburg in Betracht ziehen und nicht störrisch preisgeben, dass es kein besonderes Sicherheitskonzept für Gewalt an Frauen in der Nacht zu Silvester gibt.

Die Empfehlung der Luxemburger Polizei? „Wir empfehlen den Leuten generell auf ihre Wertsachen aufzupassen, Mobiltelefone und Geldbeutel nicht einfach in die hintere Hosentasche zu stecken, die Handtaschen nicht offen zu lassen, ... Geben Sie Langfingern keine Chance und passen Sie auf sich auf.“

Damit ist wohl alles gesagt.

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    Nomi

    Mir hun keng Verbriecher zu Letzeburg, nemmen Langfinger !!!!!!

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    MadMax

    Das "Spiel" ist ganz einfach: Diejenigen Vorfälle die die Polizei in ihrem Bulletin nicht veröffentlichen darf, weil ja vorher alles "von oben" kontrolliert wird, von denen erfährt die Öffentlichkeit meistens nichts und somit gibt es logischerweise bei uns keine ähnlichen Vorfälle wie bei unseren Nachbarn. So kann man dann unser Ländchen weiterhin als "sicher" verkaufen.

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