25.08.2010 / Unvermögen und Lethargie im Vermisstenfall Nancy Wolff
Das Versagen der Polizei und der institutionalisierten Presse
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Was tut die Polizei eigentlich noch im Vermisstenfall Nancy Wolff? Wiedermal kann man heute in der institutionalisierten Presse eine amtliche Suchmeldung nachlesen. Die erneut das perfekte Unvermögen sowohl unserer Presse als auch unserer Polizei unterstreicht. Unserer Presse, weil außer „Lëtzebuerg Privat“ noch kein Presseorgan irgendwie in dieser Affäre recherchiert hat. Weil, wie so fot, einfach nur die Pressemitteilungen abgedruckt werden und damit hat es sich. Unserer Polizei, weil Lëtzebuerg Privat wohl mehr Spuren gesammelt und auch veröffentlicht hat, als die untersuchenden Beamten, die dann auch noch beim Schreiben ihrer Suchmeldung nicht gerade clever vorgegangen sind. Denn nach mehreren solcher Aufrufe ist es höchst unwahrscheinlich, dass plötzlich irgendjemand noch nichts von der verschwundenen Nancy Wolff wissen würde oder sich plötzlich ganz nebenbei doch noch an eine gemachte Beobachtung erinnern würde. Der einzige Grund, weshalb sich urplötzlich doch noch ein Zeuge melden könnte, ist die ausgesetzte Prämie. Und da einfach hinzuschreiben, dass die Familie eine Belohnung verspricht, ist zu dürftig! Warum nicht die Höhe dieser Prämie hinschreiben? Es sind immerhin 6 000 Euro (5 000 von der Mutter und 1 000 von „Lëtzebuerg Privat“) und so viel Geld könnte schon mal einen potentiellen Zeugen, der bis dato geschwiegen hat, dazu bringen, seine Beobachtungen oder sein Wissen kundzutun.


