19.01.2012 / Runter mit den Staatsanwälten!
StaatsANWALT oder PARQUETier gehören nicht aufs Richterpult!
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Warum sitzen Staatsanwälte in Luxemburg eigentlich mit den Richtern auf dem "Podest"? Dort haben sie nämlich nichts verloren, ganz im Gegenteil, denn sie beeinflussen, allein durch diese am Richterpult sitzende Position, nicht nur den Prozessverlauf, sondern ebenfalls die Unabhängigkeit der Justiz und das Prinzip, dass alle gleich sind vor der Justiz. Der Beruf heißt ja bekanntlich: StaatsANWALT, also kommt dieses Wort „Anwalt“ in der Bezeichnung vor. Auf Französisch waren es einst die Parquettiers, die, die auf dem Parkett, also dem Fussboden standen und plädierten. Die Bezeichnung „Parquet“ ist heute noch immer aktuell und nichts berechtigt im Grunde genommen, den Anwalt der Interessen des Staates und der Gesellschaft, aus einer besseren und dominanteren Position als die Vertreter (Anwälte) der Zivilparteien und der Beschuldigten zu argumentieren.
Warum muss der Staat für seine Anwälte unbedingt diese „gehobene“ Position, die auf ein gutes Verständnis mit dem Richterkollegium schließen lassen muss, innehaben? Als würden sie irgendwie dazu gehören… Es gibt keinen objektiven Grund. Also, runter auf den Boden mit den Staatsanwälten. Und schnell!


