27.02.2010 / Realitätsfremder Polizeidirektor Nettgen
Während die Straftaten zunehmen, stellt Romain Nettgen einen Rückgang der Kriminalität fest.
„Um die Sicherheit in Luxemburg ist es, besonders im Vergleich zum Ausland, gut bestellt. Die positiven Resultate unserer regelmäßigen Umfragen lassen darauf schließen, dass die Reorganisation der Polizei den Bürgern mehr Sicherheit gebracht hat, auch wenn Sicherheit ein subjektives Gefühl ist“, sagt Polizeigeneraldirektor Romain Nettgen heute in einem „Wort“-Interview. Doch auch objektiv gesehen habe die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei zu weniger Kriminalität im Land geführt. Die Zahl der Banküberfälle sei stark zurückgegangen und die Aufklärungsquote von Straftaten gestiegen.
Wenn man das liest, bleibt einem die Spucke weg! Jedem Bürger ist aufgefallen, dass genau die Kleinkriminalität und die Angriffe und Übergriffe gegenüber Personen in den letzten Monaten enorm zugenommen haben. Aber Polizeigeneraldirektor Nettgen beruft sich auf „Umfragen“ und beweist damit, wie realitätsfremd der Mann in seinem administrativen Turm ist. Man gönnt es den Banken, dass es weniger Überfälle gibt, aber dafür ist die Zahl der Überfälle auf Passanten und der Gewalttaten drastisch gestiegen. Ein Bravo an die verbesserte Aufklärungsquote, aber das verhindert nicht, dass vor der Aufklärung eine der vielen Straftaten geschah, die immer mehr Menschen unglücklich machen.


