21.01.2012 / Noch nie wurden die Lügen der Luxemburger Regierung deutlicher als jetzt
Luxemburgs Regierung hat in der Vergangenheit so viel gelogen, dass sie jetzt von ihren eigenen Lügen überrollt wurde
Was hatte Luxemburgs Premier während der Eurokrise gesagt: „Wenn es ernst wird, muss man lügen.“ Und daran haben sich einige seine Minister strikt gehalten. Nach der Intensität und dem Gehalt der Lügen ist es in Luxemburg nicht nur ernst, sondern bitterernst. Denn noch nie wurde von der Regierung so viel gelogen, wie in der Vergangenheit.
Es gibt wohl kaum einen Minister, der das Lügen so verinnerlicht hat, wie Mars Di Bartolomeo. Immer wieder hat er in der Vergangenheit betont, dass die Gesundheits- und die Rentenkasse gut gefüllt sind, keinerlei Abstriche gemacht werden müssen. Das Ende vom Lied: Rentenkürzung! Wer seine volle Rente will, muss bis 65 Jahre arbeiten oder verliert 15% des Rentenanspruchs. Abstriche bei der Gesundheit! Wer gesund bleiben will, muss aus eigener Tasche kräftig draufzahlen. Wo sind ist die volle Rentenkasse geblieben? Wo die volle Gesundheitskasse?
Finanzminister Luc Frieden - gebetsmühlenartig wiederholte er, dass es in Luxemburg keine Krise geben wird, keine Gefahr durch den schwachen Euro bestehe und keine Probleme mit den Staatsfinanzen auftreten würden. Die Wahrheit: Luxemburg ist pleite! Auf 12 Milliarden 535 Millionen Euro türmen sich Luxemburgs Schulden (siehe die aktuelle Ausgabe von "Privat"). Selbst Luxemburgs Zentralbank kann keine Kredite mehr finanzieren. Wo ist der solide Staatshaushalt? Wo sind die gesunden Banken? Wo der starke Euro?
Nie wurden die Lügen der Vergangenheit deutlicher als jetzt. Luxemburgs Regierung hat in der Vergangenheit so viel gelogen, dass sie jetzt von ihren eigenen Lügen überrollt wurde. Doch das Schlimmste an der ganzen Sache: die Regierung kann es nicht eingestehen! Angesichts der erdrückenden Finanzlage lügt man sich lieber in die eigene Tasche, macht so weiter wie bisher. An vorderster Front Premierminister Jean-Claude Juncker.


