22.01.2012 / Nach dem Tank-Tourismus jetzt der Auto-Tourismus
Millionen Euro entgehen so Belgien zugunsten von Luxemburg
Belgien hat vor kurzem seine Gesetzgebung über die Firmenwagen verschärft. Und so suchen die Belgier, die vor allem teure Wagen fahren, nach Lösungen, um Geld einzusparen. Was jetzt zu einer richtigen Explosion der in Luxemburg immatrikulierten Fahrzeuge, die eigentlich nie im Ländchen fahren, geführt hat. Was ja in Belgien komplett illegal ist, allerdings manchmal Tausende und Tausende von Euros Einsparungen mit sich bringt, da die verschiedenen Taxen, die in Luxemburg erhoben werden, viel viel geringer sind als im benachbarten Belgien.
In den letzten Monaten sind es fünf Mal mehr „falsche“ Luxemburger Autos als vorher, die unsere gelben Kennzeichnen auflegen. Wenn man allerdings bedenkt, dass der Unterschied der steuerlichen Unkosten rund 20 000 Euro für einen Porsche zwischen Belgien und Luxemburg pro Jahr beträgt, dann kann man verstehen, dass windige Geschäftsleute eigens für den Kauf eines Wagens eine Firma in Luxemburg gründen, die dann Inhaber des Wagens ist. Was wiederum in Luxemburg nicht verboten ist.
Nun sucht die belgische Regierung nach neuen Mitteln, um diesen Auto-Tourismus einzudämmen, denn Millionen Euro entgehen so dem belgischen Staatssäckel.


