07.09.2010 / Luxemburger Islamzentren psychologische Schleusen für Extremisten?

Trotz eindeutiger Hinweise geschieht seitens der Luxemburger Regierung nichts

Exklusivbericht aus unserer Redaktion

Erschreckende Zahlen! In Deutschland halten sich nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) mehr als 400 Islamisten auf. Den harten Kern bilden laut BKA-Präsident Jörg Ziercke 131 Personen, die seine Behörde als „Gefährder” einstuft. Es handelt sich um Personen, „von denen wir annehmen, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblichem Ausmaß begehen könnten”. Seit Jahren ist bekannt, dass zahlreiche dieser Islamisten durch die Luxemburger Islamzentren geschleust werden. Ausländische Geheimdienstkreise weisen schon lange darauf hin, dass in Luxemburg extreme Islamisten oder Sympathisanten ideologisch auf den Dschihad („Heiligen Krieg“) vorbereitet werden. Von Wiltz bis Mamer ständen die islamistischen Zentren dabei im Mittelpunkt.

„Bei 70 Islamisten gibt es konkrete Hinweise, dass sie in Terrorcamps eine paramilitärische Ausbildung absolviert haben”, sagte Ziercke. Nach „Lëtzebuerg Privat“ vorliegenden Dokumenten der belgischen Terrorbekämpfung und Antikorruptionsabteilung der belgischen Staatsanwaltschaft steht dabei das Centre culturel islamique Luxembourg in Mamer im Mittelpunkt. „Das Muslimzentrum in Mamer ist ein Begegnungsplatz auch für Extremisten“, heißt es unter anderem in der Aufzeichnung. Nach Angaben des BKA werden die „Gefährder” durch weitere 278 Unterstützer und andere „relevante Personen” ergänzt. Trotz eindeutiger Hinweise auf terroristische Gefahren geschieht seitens der Luxemburger Regierung jedoch nichts.

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