30.08.2010 / Luxemburger Filmförderung für Streifen über Vibrator-Erfindung
Film-Koproduktionsabkommen und die Filmförderung in Luxemburg machen einen solchen Unfug möglich.
Im Oktober geht’s los! Dann wird Luxemburg Kulisse für den britischen Spielfilm „Hysteria“ von der Regisseurin Tanja Wexler. Die Filmstars Maggie Gyllenhaal und Hugh Dancy werden bei dem Dreh einige Luxemburger Straßen ins viktorianische Zeitalter zurück versetzen. Eigentlich positiv, doch hinter den Kulissen brodelt es! Denn die romantische Liebesgeschichte „Hysteria“ befasst sich mit dem Thema „Hysterie“ und deren Behandlung Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Film thematisiert dabei die Entdeckung des Vibrators, der von einem Arzt erfunden wurde, um hysterische Frauen zu behandeln.
Es ist äußert fraglich ist, ob sich das Thema überhaupt für einen erfolgreichen Kinofilm eignet. Das vorgelegte Drehbuch hat eine relativ flache Handlung, das Thema „Erfindung des Vibrators“ eignet sich kaum als Kino-Renner und Spezialeffekte gleich Null. Selbst mit guten Schauspielern dürfte dieser Streifen ein Flop werden, es sei denn, es würde eine Komödie. Doch dies ist nicht vorgesehen. Deshalb ist es umso ärgerlicher, dass dieser britische Streifen über die Erfindung des Vibrators tatsächlich mit Geld aus Luxemburg gefördert wird. Film-Koproduktionsabkommen und die Filmförderung in Luxemburg machen einen solchen Unfug möglich.
Immer wieder macht Luxemburg für Filmprojekte Geld locker und fördert banale Streifen aus dem Ausland. Mangels Filmprojekten in Luxemburg selbst, setzt man die Gelder bei ausländischen Produktionen ein. Maßgabe ist, dass Luxemburg irgendwie an den Filmen beteiligt wird. Sei es mit einem Ko-Produzenten, Schauspielern oder als Drehort. Beim Kinofilm „Hysterie“ ist neben Luxemburg die britische Hauptstadt London für weitere Dreharbeiten vorgesehen.

