07.02.2010 / Luxemburger Banken : Das grosse Zittern
Hunderte von Angestellten haben die Möglichkeit, sensible Daten zu klauen und zum Verkauf anzubieten!
Exklusivbericht aus unserer Redaktion
Das grosse Zittern in den Luxemburger Banken hat nicht erst seit gestern begonnen, seit bekannt wurde, dass auch eine Luxemburger Bank mehr als unfreiwillig von Kundenkarteiklau betroffen ist, denn in jedem auf dem Finanzplatz ansässigen Finanzinstitut kennt man die Schwachstellen der Sicherheit der Kundenkontos und diese Schwachstellen heissen: der Mensch. Auch im Zeitalter der Computer sind immer noch Angestellte (auch wenn ihre Zahl drastisch reduziert wurde) in die sensibelsten Bereiche des Bankgeheimnisses eingeweiht und jetzt wo diese Hunderte und sich über alle Banken verteilenden Bänker öffentlich provoziert werden und auch noch einsehen, dass es im Ausland Abnehmer für geklaute Kundendaten gibt, ist die Gefahr erheblich gestiegen, dass hier und da der eine oder andere Angestellte es sich überlegt, ob er nicht in einem Coup mehrere Millionen Euro einheimsen soll und sich dann zur Ruhe setzt.
„Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, die den Zugriff zu Bankdaten intern aufs Äusserste kompartimentieren, kommt man nicht drum rum, dass Angestellte einen Überblick über sensible Kontendaten haben, respektiv auf diese zurückgreifen können. Wir hängen immer von einem menschlichen Ausrutscher ab“, so ein hochrangiger Bänker zu „Lëtzebuerg Privat“. Nur, dass bis jetzt der unehrliche Bankangestellte nicht so richtig wusste, dass es einen sich anbiedernden Markt für diese Daten gibt. Und wenn man in Betrachtung zieht, wie viele Bankangestellte in den letzten Monaten vor dem Luxemburger Bezirksgericht wegen Hinterziehung von Kundengeldern verurteilt wurden, dann kann einem effektiv angst und bange werden in Bezug auf diese doch elegantere Art und Weise, Robin Hood zu spielen, Steuersünder zu bestrafen und eine grosse Geldsumme als Belohnung zu erhalten.
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