28.08.2010 / Lobbyist Goebbels wird wieder rückfällig
LSAP auf Kollisionskurs mit dem Ex-Minister und EU-Abgeordneten, der kein „gekaufter Industrieknecht“ sein will.
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Und wieder Zoff in der LSAP! Es müsste eigentlich schon seit langem zu einem Eklat bei den Luxemburger Sozialisten kommen. Denn seit Jahrzehnten spielte Ex-Minister Robert Goebbels dort eine wichtige Rolle und der für Skandale anfällige Politiker gibt auch auf dem Abstellgleis Europaparlament keine Ruhe. Goebbels war immer ein Lobbyist und jetzt tritt er für die Lobby „der genetischen Verbesserung“ ein. Und er darf sich nicht wundern, wenn er halt, wie er es selbst betont, als „gekaufter Industrieknecht“ beschimpft wird.
Was ist passiert? Goebbels hat wie schon so oft, entgegen der Linie seiner Partei, diesmal Lobbyarbeit für die GMO-Industrie übernommen. Und wird jetzt, ziemlich ergebnislos, von seiner eigenen Partei bloßgestellt und zurückgepfiffen. Bereits als Luxemburger Bautenminister war der Lobbyist Goebbels ein Befürworter der deutschen Baufirma Hoch-Tief auf Kirchberg und fiel immer wieder im Laufe seiner politischen Karriere als „Gönner“ dieses oder jenes Industriezweiges auf. Und man wird den bulligen LSAP-Politiker wohl kaum im fortgeschrittenen Alter ändern.


