28.01.2012 / Lehrerin und später Arbeitgeber bestohlen

Geständiger Täter beteuert Besserung

Von unseren Gerichtsreportern, direkt und exklusiv aus dem Gerichtssaal

Vor dem Bezirksgericht Luxemburg musste Stefan, ein 23 jähriger Mann wegen sechsfachem Diebstahl und Urkundenfälschung verantworten. Dem damaligen Schüler wird vorgeworfen, in seiner Schule, dem LTB, eine Lehrerin beklaut zu haben. Er stahl ihr das Portemonnaie, nahm das Geld raus und schmiss den Rest weg. „ Ich musste alles neu beantragen, ich verlange Schadensersatz in Höhe von 235 Euro,“ so die Lehrerin. Er soll auch einen seiner Banknachbarn in der Schule beklaut haben. „Er hat mein neues Handy geklaut“ beteuert ein Ex-Schüler und fordert Schadensersatz in Höhe von 437 Euro.

Zu diesen zwei Diebstählen kommen noch vier weitere hinzu, auf die vor Gericht nicht weiter eingegangen wurde. Es handelt sich um Dienstbotendiebstähle bei Arbeitgebern.

Jetzt zur Urkundenfälschung. Stefan hatte die Unterschrift des Direktors der Schule gefälscht und sie für Entschuldigungsschreiben benutzt. Als Rechtfertigung sagte der Angeklagte ,dass er damals heroinabhängig war, nun aber seit 6 Monaten an einer Therapie erfolgreich teilnimmt.

Vor Gericht zeigt sich der junge Mann geständig und beteuert immer wieder, dass solche Vergehen der Vergangenheit angehören. „ Ich habe vor mit meiner Freundin eine Familie zu gründen und habe jetzt eine Arbeit. Ich möchte das alles nicht wegen einer Dummheit verlieren.“

Die Staatsanwaltschaft fordert sechs Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe.

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