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31.01.2012 / LESERFORUM/ Wer ist denn jetzt Polizist?

Es liegt an der Arbeitsmoral unserer Polizisten

Zum Leserbrief von Romain Feyder: „Politiker tun nichts für die Belange der Bürger“, in „Privat“ Ausgabe 261, erhielten wir folge Zuschrift:

Ich habe im Januar die Polizei gebraucht, weil ich meinen Sohn und seine beiden Freunde suchen lassen wollte. Ich habe dazu mit der Polizei in der Gleesener Straße in Luxemburg telefoniert. Ich bekam als Antwort, ich solle ihnen noch ein paar Informationen geben, wo sie sich aufhalten könnten. Was ich auch getan habe.

Dann fuhr ich nach Luxemburg, zum Bahnhof. Machte das, was ich von unserer Polizei gesagt bekam. Ich ging in die Dienststelle am Bahnhof, um nachzufragen, ob schon etwas bei der Suche herausgekommen sei. Die Polizistin starrte mich erst einmal an. Dann fing sie an, mit mir zu diskutieren. Doch von der Suche wusste sie nichts. Ich solle mein Handy bei mir tragen, wenn ich etwas von den drei Jungs sehen oder hören sollte, soll ich sie anrufen.

Ich war sprachlos und habe gesagt, dass es so etwas doch nicht geben darf. Als Antwort bekam ich, sie sei ja allein und hätte sich nicht nur um meinen Sohn und deren Freunde zu kümmern. Ob ich nicht wüsste, was sie alles an Arbeit hätten.

Was ich so auf unseren Polizeirevieren festgestellt und gesehen habe, liegt es nicht an der Arbeit, sondern um es ehrlich zu sagen an der Arbeitsmoral der Polizisten. Unsere Polizei müsste etwas mehr arbeiten. Erst wenn etwas passiert ist, kommen unsere Polizisten aus den Amtsstuben. Jetzt frage ich: Ist das normal?

Ach ja, die Police Judiciaire habe ich auch eingeschaltet. Doch da bekam ich die gleiche Antwort. Also wer ist denn jetzt Polizist? Wie ich das sehe: ICH.

Karin Tintinger

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