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15.11.2011 / LESERFORUM/ Raucherverbot – Die Sicht eines Befürworters

Ich ertrage den Rauch nicht

Ich bin 24 Jahre alt und warte sehr dringend auf das Rauchverbot in Cafés in Luxemburg. Ich kann nicht verstehen, wie die Gegner des Verbots nicht eine Sekunde lang an die Nichtraucher denken können. Ich selbst war noch NIE in einer Discothek, gehe leider sehr selten aus. Das liegt einzig und allein am Qualm. Wenn ich mich dann doch mal in ein Café zwingen muss, weil ein Freund von mir ein Konzert gibt, habe ich zwei Wochen später Bronchitis. Meine Lungen sind überempfindlich, ich bekomme Atemnot und Hustenanfälle. Wie gerne würde ich mal mit Freunden in ein Café gehen, eine Disco, tanzen und Spaß haben, ohne tränende Augen und Druck auf den Lungen. Von den Gesundheitsschäden von uns Nichtrauchern mal ganz zu schweigen. Argumente wie: "Ihr könnt ja zu Hause bleiben, wenn euch der Qualm stört" oder "Es wären zu große Verluste für die Inhaber der Cafés" sind in meinen Augen nicht tragbar. Es gibt nicht nur die Menschen, die es nicht mögen, sondern auch die, wie ich, die es nicht ertragen. Und, sind wir mal ehrlich, haben die Restaurants nach dem Rauchverbot schließen müssen? Nein! Eine Gewöhnungsphase für die Gäste bleibt zwar nicht aus, doch sind meinen Erfahrungen nach die Restaurants genauso voll wie eh und je. Und, wieso nicht Lösungen finden, für alle Beteiligte, wie in Deutschland: Raucherräume schaffen zum Beispiel?

Eine Entscheidungsfreiheit für Cafébesitzer einzuführen nutzt meines Erachtens wenig, weil sich so mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemand am Verbot beteiligen wird. Und ich sehe nicht ein, dass Nichtraucher nicht ausgehen dürfen, nur weil sie den Rauch gesundheitlich nicht vertragen

Natascha S. (Vollständiger Name ist der Redaktion bekannt)

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