22.02.2012 / LESERFORUM/ Politiker und Regierung haben die Brutalisierung der Gesellschaft verpennt!
Jetzt braucht man sich nicht zu wundern
Es muss leider immer erst etwas passieren, bevor sich Regierung oder Politik ernsthaft Gedanken über die Sicherheit in Luxemburg macht. Dabei sind die Zeitungen voll von Brutalität und Gewalt – und dies täglich. Doch erst muss ein unschuldiger Fahrgast in einem Zugabteil der CFL brutal zusammengeschlagen und beraubt werden, die Polizei ein Video der Tat veröffentlichen, um Luxemburgs Politiker wachzurütteln und zum handeln zu zwingen.
Plötzlich finden es die Herren Abgeordneten ungeheuerlich, was auf Luxemburgs Straßen passiert. Als kämen sie von einem anderen Stern. Ich kann nur sagen: Willkommen in der Realität! Nun endlich fordern sie härtere Strafen. Und plötzlich stellt der Justizminister fest, dass es für die neuen, gewalttätigen Formen der Bandkriminalität wie im Zug keine Gesetze gibt.
Wer so für die Sicherheit Luxemburgs sorgt, braucht sich nicht wundern, wenn in einigen Stadtvierteln (in Luxemburg und Esch) Anarchie herrscht!
Marie Fräntz
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