19.12.2011 / LESERFORUM/ Die Wirtschaftskrise beeinflusst das Verhalten am Steuer
Generelles gesellschaftliches Unwohlsein kann Fahrer belasten
Die Nachrichten über tödliche oder dramatische Autounfälle mit Schwerverletzten häufen sich in den letzten Tagen. In beunruhigender Art und Weise. Und viele Leser fragen sich warum? Und haben ebenfalls etwas unterschiedliche Antworten parat, die aber immer wieder in dieselbe Richtung gehen: einerseits die Hektik und auch Unüberlegtheit der Autofahrer in Luxemburg und andererseits deren Selbstüberschätzung. Kommt hinzu, dass immer mehr Menschen - und dies stimmt besonders nachdenklich - irgendwie das Interesse an ihrem Leben, sei es durch Arbeitslosigkeit (immerhin praktisch ein Sechstel der Luxemburger), durch familiäre Probleme (rund jeder Vierte Luxemburger) oder durch generelles gesellschaftliches Unwohlsein (die sogenannten „Burnout“-Fälle häufen sich kontinuierlich) verlieren. Dies alles beeinflusst das Verhalten am Steuer. Man kann den Lesern nur recht geben, die festhalten, dass das aggressive Fahrverhalten auch etwas mit den stürmischen Krisenzeiten, die Luxemburg momentan erlebt, zu tun hat.
Paul Weisen
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