25.01.2012 / Kein Constat, Einigung an der Unfallstelle und jetzt vor Gericht

Fahrerflucht in Clausen: Angeklagter wollte Geschädigten vor Gericht nicht mehr kennen

Von unseren Gerichtsreportern, direkt und exklusiv aus dem Gerichtssaal

Gaspar ist Italiener, beging laut Staatsanwaltschaft im Oktober 2010 in Clausen Fahrerflucht. Jetzt steht Gaspar vor dem Bezirksgericht in Luxemburg, muss sich verantworten. Joël, der Geschädigte, fuhr in Clausen Richtung Zentrum. Als er dann an einer scharfen Kurve abbremste, fuhr Gaspar auf. Die beiden Fahrer füllten keinen Constat aus, sie einigten sich und tauschten ihre Daten aus.

Joël: „Er gab mir seine Daten und sagte ich solle es reparieren lassen und ihm die Rechnung schicken. Die Rechnung wurde jedoch teurer als ursprünglich angenommen. Ich versuchte den Angeklagten zu kontaktieren. Doch unter den Daten war er nicht erreichbar. Ich erstattete mit den Daten die ich von dem Mann hatte Anzeige bei der Polizei.“

Dann der Überraschung-Coup des Angeklagten. Gaspar: „Ich habe diesen Mann noch nie gesehen. Das ist nicht der Mann, der den Wagen gefahren hat.“ Und deutete auf Joël.

Das erschien dem Gericht und auch der Staatsanwaltschaft nicht plausibel. Richterin: „Der Geschädigte würde sich in diesem Zusammenhang mit einer Falschaussage strafbar machen.“ Der Staatsanwalt forderte ein Fahrverbot von 18 Monaten und eine Geldstrafe.

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