27.01.2012 / Juncker verkauft sein Privathaus für einen Drittel des Marktwertes!
Er geht sicher mit dem guten Beispiel voran
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Da traute man gestern in der Abgeordnetenkammer seinen Ohren nicht! Wieder einmal wetterte Jean-Claude Juncker gegen die bösen Luxemburger, die, weil sie ein Gebäude in der Stadt Luxemburg besitzen oder ein Häuschen auf dem Lande, in dem ersten Fall den Hals nicht voll genug bekommen und horrende Mietpreise fragen und in dem zweiten Fall einfach immer wieder eine Wertsteigerung ihrer Immobilie erlangen wollen. Das führt dazu, so Juncker, dass junge Menschen im Ländchen keine Chance bekommen, ihr Geschäft in der Stadt zu eröffnen oder ein Eigentumsdach über dem Kopf zu kaufen.
Primitiver geht’s nicht! Da hat man 20 oder mehr Jahre auf sein Häuschen abbezahlt und soll es dann unter dem Marktwert verkaufen, nur um es jungen Menschen einfacher als einem selbst zu machen? Oder vielleicht ein Gebäude in der Großgasse weit unter Preis (und unter den Unterhaltskosten) vermieten, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln? Bekanntlich braucht die Regierung momentan alles Geld um Griechenland, den Euro, die Banken und die Welt zu retten.
Aber Juncker wird sicherlich mit dem guten Beispiel vorangehen. Sein Haus in Capellen kann man auf einen Marktwert von mindestens einer Million Euro schätzen. Er wird es jetzt garantiert für sagen wir 300 000 Euro abgeben, um einer jungen Großfamilie zu helfen. Er kann ja dann mit seiner Frau und der Oma in eine kleinere, der Größe des Haushaltes angepasste Wohnung ziehen.
Oder um in Junckers Logik zu bleiben: Braucht er überhaupt die Totalität seines Minister-Gehaltes? Auch mit der Hälfte (etwas weniger als 10 000 Euro) könnte er doch gut auskommen. Und den Rest dem Staat schenken. Es geht doch darum, den Hals… Na, Sie wissen schon!

