04.09.2010 / Juncker droht… und hat Recht!

Kindergarten Tripartite ist vorbei. Entweder, ihr redet miteinander oder ihr bleibt draußen!

Eigenkommentar aus unserer Redaktion

Luxemburgs Premier bekümmert sich nicht nur wieder um die Zukunft seines Landes, er tut es auch wieder auf seine unnachahmliche Art und Weise, die ihm schon oft Kritik eingebracht hat, dieses Mal allerdings genau den berühmten Punkt auf den „i“ setzt. Juncker droht den Sozialpartnern, vor allem den Gewerkschaften mit dem definitiven Tod der Tripartite, dieser „Dreierkonferenz“ wo Regierung, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammen die wirtschaftliche Zukunft des Ländchens orientieren. Und diese Drohung, die den flagranten Mangel an Produktivität der Dreierkonferenz stigmatisiert, die in den letzten Monaten in vor allem gewerkschaftlichen Monologen bestand und die Unbeweglichkeit der Sozialpartner augenscheinlich macht, weil jeder auf seinen Positionen verharrte und keiner einlenken wollte, ist weitaus mehr als Aktivismus, weil sie ganz einfach dringend notwendig war. Nur musste einer den Mut haben, dies so klar und deutlich zu sagen (eigentlich zu wiederholen, denn angedeutet hatte Juncker es bekanntlich schon) und das konnte nur der furchtlose Juncker sein. Jetzt heißt es also an die Adresse des Patronats und der Gewerkschaften: entweder, ihr lenkt ein oder die Regierung befragt euch nicht mehr und entscheidet ohne Verhandlungen. Und diese Botschaft wird der Premier den Sozialpartnern in den nächsten Tagen und Wochen persönlich beibringen. Mit dem väterlichen Tipp: entweder ihr versucht euch zu vertragen und vor allem, besinnt euch wieder und versucht euch im Dialog, oder es ist vorbei. Definitiv!

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