06.09.2010 / In Luxemburg ansässiger deutscher Anwalt und Fußballberater mag wohl keine Schwulen

Michael Becker verspielt seinen guten Ruf mit unüberlegten Aussagen

Eigenbericht aus unserer Redaktion

Er hatte eigentlich einen guten Namen, doch den scheint er jetzt definitiv zu verspielen. Michael Becker, der etwas undurchsichtige deutsche Anwalt, der seit Jahrzehnten in Luxemburg ansässig ist und vor allem Schlagzeilen mit Fußballstars macht, die er mal unter Kontrakt hatte (Bruno Labbadia, Bernd Schneider oder auch Miroslav Klose) oder noch hat (es verbleibt ihm einzig und allein Michael Ballack) und dabei fette Provisionen einstreicht, hat sich in letzter Zeit mehrmals mit unbedachten Aussagen ins Kreuzfeuer der Kritik gewagt. Diesmal haben Behauptungen, die Becker vor einem „Spiegel“-Journalisten machte, ungeahnte Folgen: der Deutsche Fußballbund will jetzt unbedingt von Becker wissen, was er diesmal gemeint hat mit seiner „Schwulen-Combo“ in der DFB-Auswahl und seinen Andeutungen über schwule und „halbschwule“ Fußballprofis. "Er erzählte unglaubliche Geschichten », berichtet der «Spiegel »-Autor, während der DFB gegen die Schwulen-Diskriminierung vorgehen will.

Becker, ein in EU-Recht spezialisierter Anwalt, der allerdings das große Geld im Fußballgeschäft gemacht hat und immer noch einen heißen Draht zu „seinem“ Verein, dem FC Kaiserslautern, aber ebenfalls zur Hertha aus Berlin hat, wo er dann auch, wie damals beim FCK junge Talente wie Ballack unter seine Fittiche nimmt, schweigt momentan beharrlich sowohl zu den von ihm gemachten Aussagen wie auch zu der vom DFB angefragten Stellungnahme.

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