10.02.2012 / Gräber mit Presslufthammer ausgehoben
Luxemburg im Kälte-Griff
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Streikende Diesel-Fahrzeuge, gefrorene Wasserleitungen und immer mehr Menschen, die bei eisigen Temperaturen frieren. Bei teils immer noch zweistelligen Minusgraden kämpft Luxemburg gegen die Folgen des Bibber-Winters. Der Boden ist mittlerweile so hart gefroren, dass Friedhofsangestellte neue Gräber mit Kompressor und Presslufthammer ausheben müssen!
In der Gemeinde Clervaux setzten die Gemeindearbeiter auf dem Friedhof schweres Gerät ein. „Wir setzen für die ersten 30 Zentimeter des Bodens den Presslufthammer ein. Danach können wir wieder die Schaufel und den Spaten benutzen. Gott sei Dank ist in der letzten Zeit keiner gestorben“, so der Vorarbeiter.
Auch in der Gemeinde Mersch kommt das Gerät zum Einsatz. „Wir beginnen schon einen Tag vor dem Begräbnis den Boden mit dem Presslufthammer aufzulockern und fangen an, das Grab auszuheben. Den Rest machen wir dann mit dem üblichen Werkzeug“, so der Merscher Totengräber.
Die Gemeinde Dalheim verfügt über sandigen Boden. Doch auch hier klagt man über die klirrende Kälte und den steinharten Boden. „Ich war selbst überrascht. Wir lockern das Grab mit dem Kompressor und einem Presslufthammer tags zuvor auf. Sonst werden wird trotz des sandigen Bodens nicht rechtzeitig fertig. Derzeit ist es wirklich eine schwere Arbeit“, erklärt der Gemeinde-Vorarbeiter „Privat“.


