06.09.2010 / Geht Gérard Lopez die Lust oder die Luft aus?
In der Formel 1 mehr Geld ausgegeben als gewollt
Eigenbericht aus unserer Redaktion
Gérard Lopez, der Boss von Genii Capital, hat sich so langsam einen Namen im internationalen Sponsoring und Sportmanagement gemacht. Er, der in Luxemburg im Fußball Geld ausgibt und auch als Financier bei dem sich in der Gründungsphase befindlichen Schleck-Profifahrradteam mit genannt wurde, „glänzt“ vor allem durch seine Formel 1-Investitionen auf dem internationalen Parkett. Und genau hier scheint die Nummer doch etwas zu groß für den in Luxemburg aktiven Geschäftsmann geworden zu sein, der weltweit bekannt und reich wurde, als er mit seiner Investmentfirma Mangrove Capital in die Kommunikationssoftware Skype investierte, die Ende 2005 für über zwei Milliarden Dollar an Ebay weiterverkauft wurde. Und heute die Formel 1 doch etwas kostspielig findet.
In der Zeitschrift Autosport drückt sich Lopez dann auch etwas reservierter als sonst aus und stellt fest, dass „wir im Bereich der Investitionen mehr ausgegeben haben, als wir es tun wollten.“ Und da hartnäckige Gerüchte von finanziellen Schwierigkeiten im Team zirkulieren, Vorschüsse auf TV-Einnahmen abgelehnt wurden und weitere Partenariatsgespräche, auch mit Banken, laufen, ist die Zukunft des heutigen Renault-Rennstalles etwas unsicherer geworden. Trotzdem dementiert das Team sämtliche finanzielle Spekulationen, auch wenn Lopez sagte: "Ich würde sagen, dass wir uns überall im grünen Bereich befinden - mit Ausnahme des Budgets".

