30.01.2012 / Ganz spezielle Gärtner vor Gericht

Cannabis-Anbau im Wald

Von unseren Gerichtsreportern, direkt und exklusiv aus dem Gerichtssaal

Vor dem Bezirksgericht in Luxemburg mussten sich zwei Männer wegen illegalem Cannabis-Anbau verantworten. In einem Waldstück hatten sie ihre Plantage angelegt, doch die wurde von spielenden Kindern entdeckt. Die Polizei wurde benachrichtigt und die Beamten legten sich auf die Lauer um die „Gärtner“ auf frischer Tat zu ertappen.

Der Anwalt der beiden Männer sagte, dass es sich bei seinen Klienten eher um Hobbygärtner als um Kriminelle handelt. „ Meine Mandanten hatten es satt für einige Gramm nach Maastricht zu fahren oder sich mit irgendwelchen dubiosen Dealern abzugeben,“ so der Anwalt. Daher beschlossen sie in die Eigenversorgung zu investieren.

„ Da weiß man wenigstens was man hat und es ist natürlich nicht dieses verschnittene Zeug,“ so einer der Männer. Vor Gericht gaben sie an dass es lediglich für den Eigenbedarf gedacht und niemals für den Verkauf bestimmt war. Das erschien glaubwürdig da bei einer Hausdurchsuchung keine Anzeichen von Dealerei festgestellt wurden.

„Sie hatten die Ernte in Nutellagläsern aufbewahrt und damit dealt man nicht“ so der Anwalt weiter. Die Angeklagten beteuerten vor Gericht keine kriminelle Absicht gehabt zu haben und auch ihr Anwalt bat um keine zu harte Strafe.

Die Staatsanwältin forderte 6 Monate Haft und eine Geldstrafe.

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