31.01.2012 / Europäischer Rettungsschirm: So verarscht Juncker die Luxemburger!
„Ich bin froh, dass die Luxemburger das noch nicht gemerkt haben.“
Besser kann man es nicht darstellen, wie die Luxemburger von ihrem eigenen Premierminister verarscht werden. Obwohl Luxemburg selbst so gut wie pleite ist („Privat“ Ausgabe 262), zahlt das Land pro Kopf am meisten in den europäischen Rettungsschirm ein. Ein Fakt, der von Jean-Claude Juncker und Finanzminister Luc Frieden im Großherzogtum immer verheimlicht wurde.
Jetzt ließ Luxemburgs Premier in einem Interview mit der deutschen Zeitung „Handelsblatt“ die Katze aus dem Sack. Und im gleichen Atemzug erklärt er offen: „Ich bin froh, dass die Luxemburger das noch nicht gemerkt haben.“ Wer so mit seinem Wahlvolk umgeht, hat eigentlich nichts mehr an der Spitze der Regierung verloren. Aber offensichtlich hat die Mehrheit der Luxemburger auch dies noch nicht gemerkt. Wie sollte sie auch. Die institutionalisierte Presse in Luxemburg beschränkte sich darauf, den Rausschmiss Junckers als Eurogruppenchef schönzureden und seinen Willen, die Spitze dieser Gruppe zu verlassen, aus dem Interview zu zitieren.


