19.01.2012 / EXKLUSIV/ Tod von Olivier Deltgen: Abschiedsbriefe geben Erklärungen für den Selbstmord

Mordanschlag vor viereinhalb Jahren trieb den Studenten in den Tod

Exklusivbericht aus unserer Redaktion

Olivier Deltgen, der sympathische Student aus Brüssel, der den Freitod wählte und am Freitagabend, den 6. Januar, um 21:30 in der Forêt de Soignes aufgefunden wurde, hat in zwei Abschiedsbriefen von vier Seiten an seine Familie seine Verzweiflungstat erklärt, wie uns jetzt seine tief trauernde Schwester mitteilte. Und diese Briefe rücken den Freitod in ein ganz anderes Licht. Olivier war immer ein lebenslustiger Mensch, bezeugt seine Schwester, aber seitdem er in seiner Wohnung in Brüssel vor viereinhalb Jahren angegriffen und aus dem Fenster im 6. Stock gestoßen worden war, war er nicht mehr der Alte. „Hätte die Polizei damals weiter recherchiert und versucht, die Täter zu finden, dann wäre Olivier noch unter uns“, betont seine Schwester. „Dass außer seiner Familie und seinen Freunden keiner ihm glaubte, dass damals ein Mordanschlag auf ihn ausgeführt wurde, hat ihn depressiv gemacht“, stellt die Schwester fest. Und diese Zermürbung, die er auch in den Abschiedsbriefen zum Ausdruck brachte, trieb ihn schließlich in den Freitod.

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