24.01.2012 / EXKLUSIV/ Nach Selbstmord von Gerry Osch: Die vier Toten des Pei-Museums

Erstaunliche Tragik hinter einer Staatsaffäre

Exklusivbericht aus unserer Redaktion

Der Selbstmord des bestbekannten Anwaltes Gerry Osch hat, parallel zur Tragik des Ereignisses, auch wieder schmerzhaft die Erinnerungen an den Pei-Museum-Skandal in Luxemburg aufgefrischt. Denn Osch war damals der Verteidiger der Baufirma, die gegen die Unregelmäßigkeiten bei den Ausschreibungen beim Bau und der Lieferung der inzwischen berühmt berüchtigten „Pei“-Steine klagte. Warum dieser Zusammenhang? Weil Gerry Osch in wenigen Jahren der vierte Tote ist, der einst direkt mit diesem explosiven Dossier zu tun hatte, bei dem sich unsere damalige Bautenministerin nicht gerade mit Ruhm bekleckerte. Es sei gleich gesagt: Es handelt sich um vier nicht suspekte Todesfälle, deren Anhäufung hat allerdings etwas Düsteres und Tragisches an sich.

-Erster Todesfall: Georges Hilger, Präsident der Ausschreibungskommission

-Zweiter Todesfall: Eliane Brachmond, Generalsekretärin im Ministère des Bâtiments publics und dort speziell mit dem Pei-Dossier befasst.

-Dritter Todesfall: Etienne Berleur, Koordinator der MUDAM-Baustelle

-Vierter Todesfall: Gerry Osch, Anwalt der klagenden Baufirma, die den ganzen Skandal ans Tageslicht brachte.

Sicherlich kann der Druck, unter dem all diese Menschen jahrelang standen, auf ihre Gesundheit abgefärbt haben. Und doch ist alles eigentlich nur ein tragischer Zufall, der trotzdem irgendwie zu dem verworrenen Pei-Dossier passt.

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