08.09.2010 / EXKLUSIV / Mutter der vermissten Nancy Wolff schreibt offenen Brief an ihre Tochter

"Bitte melde Dich, damit ich die Gewissheit habe, dass Du lebst und es Dir gut geht"

Liebe Nancy,

schon mehr als vier Monate bist Du verschwunden und ich weiß, ich fühle es, dass Du noch lebst. Deshalb wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass Du Dich bei mir meldest. Du bist mein Kind und ich liebe Dich! Ein kleines, winziges Lebenszeichen würde reichen. Ein kleiner Hinweis, dass es Dir gut geht! Das allein würde mich schon unglaublich beruhigen. Denn diese Ungewissheit bringt mich um, Nancy, Du bis ein Teil von meinem Leben. Heute noch mehr als früher.

Ich weiß nicht, was Dich dazu gebracht hat, Dein Kind und mich ohne jegliche Erklärung oder auch nur einen einzigen Hinweis zu verlassen. Ich kenne Dich und ich weiß, dass es bestimmt triftige Gründe dafür gab, einen solchen Schritt zu tun. Egal was es war, ich werde Dir keinerlei Vorwürfe machen. Egal was Dich daran hindert wieder nach Hause zu kommen, ich werde alles Menschenmögliche tun Dir zu helfen!

Momentan hilft mir Deine kleine Sarah über meinen Kummer und meine Angst um Dich hinweg. Sie braucht mich und sie erinnert mich an Dich. Aber Sarah fühlt auch, dass irgendetwas nicht stimmt. Jedes Mal wenn das Telefon klingelt ruft sie „Mama“. Und jeden Abend, wenn ich sie ins Bett bringe fragt sie nach Dir. Du fehlst ihr! Das ist sicher. Ich weiß, wie sehr Du Dein Kind liebst und wie sehr Du an ihm hängst. Wenn Du diese Zeilen liest, denk an Deine kleine Tochter und melde Dich - auch ihretwegen.

Bitte Nancy, komm zurück! Es gibt kein Problem dieser Welt, was sich nicht lösen lässt. Bitte melde Dich, damit ich die Gewissheit habe, dass Du lebst und es Dir gut geht. Glaub mir mein Kind, dass es ganz viele Leute gibt, die Dir helfen wollen! Sie brauchen nur ein Zeichen von Dir!

Deine Mutter

Mehr zum Thema

News

News Archiv